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topioide
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Beiträge: 1
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Hallo :-)

Beitrag von topioide »

Hallo zusammen,

ich bin neu hier bzw. lese schon länger mit und wollte jetzt selbst mal schreiben, weil ich gerade mitten im Entzug stecke und vielleicht ein bisschen Austausch gebrauchen kann. Ich möchte halbwegs anonym bleiben, aber trotzdem ehrlich über meine Situation schreiben. Ich bin 22 Jahre alt/jung und hatte mein ersten Kontakt mit 13-14 mit Gras und dann relativ schnell, speed und Opiate (welche mir natürlich am besten gefallen haben)

Ich habe bzw. hatte jetzt über 6 Jahre eine Opioidabhängigkeit. Angefangen hat es irgendwann schleichend mit Tilidin, aber über die Zeit ist es immer mehr geworden, bis ich am Ende mal keine Tilidin mehr hatte und ich 80er Oxydolor angeboten bekommen habe, was der schlimmste Fehler war. Ich hatte davor schonmal ab und zu Oxy genommen, hatte aber (Gottseidank) nie eine zuverlässige Quelle. Die ersten 2 Jahre 21/22-24 war ich auf 4-5 Oxydolor 80mg am Tag und die letzten 2 - 2 1/2 Jahre war ich ungefähr bei 4–5 Tabletten Oxydolor 80 mg am Tag, also ca. 320–400 mg Oxycodon täglich. Dazu kamen noch 2–3 MST Morphin 200 mg, also nochmal 400–600 mg Morphin. Insgesamt war das also eine richtig hohe Opioidbelastung.

Ich habe das Ganze nicht ärztlich begleitet bekommen, was die Situation natürlich nochmal schwieriger gemacht hat. Es war finanziell irgendwann komplett krank, körperlich sowieso, und psychisch auch. Ich habe irgendwann gemerkt, dass ich so nicht weitermachen kann, weil sich alles nur noch um Nachschub, Wirkung, Entzug vermeiden und irgendwie funktionieren gedreht hat.

Vor ungefähr zweieinhalb Wochen habe ich dann angefangen, stark zu reduzieren. Erst bin ich von den hohen Mengen runter auf ungefähr 2 MST 200 mg am Tag. Das habe ich etwa 1,5 Wochen durchgezogen. Zwischendurch gab es einzelne Rückschläge, also Tage, an denen ich wieder mehr genommen habe, aber ich bin danach wieder direkt zurück in die Reduktion gegangen. Mein letztes Oxydolor ist mittlerweile ungefähr 12 Tage her. Tilidin hatte ich danach noch kurz als Übergang genommen, aber auch das ist jetzt weg.

Aktuell bin ich also im Entzug. Die körperlichen Symptome sind noch da: Durchfall, Frieren, Gliederschmerzen, Restless Legs, viel Niesen, Schwäche, schlechter Schlaf und dieses allgemeine Gefühl, dass der Körper komplett im Ausnahmezustand ist. Schlaf ist gerade eines der größten Probleme. Teilweise hatte ich Nächte, in denen gar nichts ging.

Ich habe zwischendurch auch Lyrica/Pregabalin als Hilfe genommen, teils leider relativ hoch dosiert über ein paar Tage. Genau davor habe ich jetzt auch Respekt, weil ich nicht von einer Abhängigkeit in die nächste rutschen will. Ich versuche gerade, das nicht weiter chaotisch zu nehmen, sondern wirklich aufzupassen, dass es nicht die nächste Baustelle wird. Clonidin hatte ich auch kurz gegen die Entzugssymptome, aber wegen niedrigem Blutdruck war das auch nicht ganz ohne.

Mir ist bewusst, dass einiges davon nicht optimal gelaufen ist und dass ärztliche Begleitung eigentlich der bessere Weg wäre. Ich will hier auch nichts verherrlichen oder irgendjemandem empfehlen, solche Mengen zu nehmen oder allein zu entziehen. Ich schreibe eher, weil ich gerade versuche, aus einer jahrelangen Sucht rauszukommen und vielleicht Leute hier sind, die ähnliche Erfahrungen mit Oxy/Morphin-Entzug, Restless Legs, Schlafproblemen oder Pregabalin als Entzugshilfe gemacht haben.

Mein Ziel ist klar: keine Oxycodon-, Morphin- oder Tilidin-Schiene mehr. Ich will da raus. Gleichzeitig merke ich gerade, wie brutal der Körper und der Kopf versuchen, irgendeine Erleichterung zu finden. Genau deshalb versuche ich jetzt, nicht wieder „irgendwas“ draufzupacken und dadurch die nächste Abhängigkeit aufzubauen.

Falls jemand Erfahrungen hat, wie lange diese körperliche Restphase nach sehr hohen Oxy-/Morphinmengen ungefähr gedauert hat, wie ihr mit Restless Legs, Durchfall, Frieren und Schlaflosigkeit umgegangen seid oder wie ihr Pregabalin wieder rausgenommen habt, würde ich mich über Austausch freuen.

Bitte keine Beschaffungstipps oder sowas. Mir geht es wirklich um Erfahrungsaustausch, Entzug, Stabilisierung und darum, sauber aus dem Ganzen rauszukommen.

Ganz Liebe Grüße an alle
T.
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Earl of Butterscotch
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Re: Hallo :-)

Beitrag von Earl of Butterscotch »

@topioide

Hallo und willkommen im Forum :color:. Ich habe mir erlaubt Dir einen eigenen Vorstellungsthread zu machen, ansonsten wäre Dein Beitrag im thread des anderen users etwas untergegangen.

Viel Spaß im Forum und alles Gute für Deinen Entzug :bd:.
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Sollozzo
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Re: Hallo :-)

Beitrag von Sollozzo »

Herzlich Willkommen @topioide !

Der "Opioid- Entzugsentschärfungsthread" wäre eine gute Lektüre für dich und kann dir gute Infos zu alle rund um den Entzug und massig Erfahrungsberichte und Austausch dazu bieten.

Das ist von den Infos her viel umfassender als wenn dir jemand einen Antwortpost schreibt.....ist wirklich sehr hilfreich und umfassend! :ok:

Guckst du hier:viewtopic.php?p=1971208&hilit=Entsch%C3 ... g#p1971208
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Nehell
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Re: Hallo :-)

Beitrag von Nehell »

Willkommen im Forum. Wünsche dir eine gute Zeit hier.

LG

Nehell

Skydive19+
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Re: Hallo :-)

Beitrag von Skydive19+ »

Herzlich Willkommen hier im Forum :ok:

Viel Erfolg beim ausschleichen und deinem Entzug! Das wird wieder, gebe dir Zeit und vorallem durchhaltevermögen :prost:
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