Kratom und Oxcarbazepin (P450) und andere Hemmer? Rat gesucht

Alles was mit Multiplem Substanzgebrauch / Polytoxikomanie zu tun hat - Vorsicht Mischkonsum ist besonders riskant!
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Kratom und Oxcarbazepin (P450) und andere Hemmer? Rat gesucht

Beitrag von Medifresser »

Bin grad auf den Thread gestoßen wo es um Promethazin und Kratom geht. Dort wurden gewisse Medikamente genannt die hemmen was ziemlich gefährlich ist.

In einer Apotheken Datenbank steht bei Oxcarbazepin (Antiepileptiker) das es dort u.A P450 treffen soll. Ich hab davon keine Ahnung, weis aber das Kratom damit auch was zu tun haben soll wenn es über die Leber verstoffwechselt wird. Wie es genau metabolsiert wird und was der ganze andere Kram bedeutet :keineahnung:

Kann man das Oxcarbazepin zusammen mit Kratom nehmen?
Ich bin solange noch schwer Kratomabhängig (ca 40g/d) aber bin auch auf den Krampfschutz angewiesen, weil ich den letzen Rest Benzos mit meinem Doc am ausschleichen bin.

Mein Doc weiß zwar das ich Kratom nehmen, aber es wäre nicht das erste Mal das gefährliche Kombinationen an Medikamente unwissend gegeben werden.

Kennt sich jemand damit aus und kann Entwarnung geben?
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IgorVollAufStoff
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Re: Kratom und Oxcarbazepin (P450) und andere Hemmer? Rat gesucht

Beitrag von IgorVollAufStoff »

Medifresser hat geschrieben: 21.05.2026 - 15:07 Bin grad auf den Thread gestoßen wo es um Promethazin und Kratom geht. Dort wurden gewisse Medikamente genannt die hemmen was ziemlich gefährlich ist.

In einer Apotheken Datenbank steht bei Oxcarbazepin (Antiepileptiker) das es dort u.A P450 treffen soll. Ich hab davon keine Ahnung, weis aber das Kratom damit auch was zu tun haben soll wenn es über die Leber verstoffwechselt wird. Wie es genau metabolsiert wird und was der ganze andere Kram bedeutet :keineahnung:

Kann man das Oxcarbazepin zusammen mit Kratom nehmen?
Ich bin solange noch schwer Kratomabhängig (ca 40g/d) aber bin auch auf den Krampfschutz angewiesen, weil ich den letzen Rest Benzos mit meinem Doc am ausschleichen bin.

Mein Doc weiß zwar das ich Kratom nehmen, aber es wäre nicht das erste Mal das gefährliche Kombinationen an Medikamente unwissend gegeben werden.

Kennt sich jemand damit aus und kann Entwarnung geben?
Kratom hemmt hauptsächlich p450 2D6.
Oxcarbazepin hemmt p450 2C19.

Sie können also theoretisch ohne probleme gleichzeitig genommen werden.
Ich würde jedoch die Kratom dosierung auf 20g maximal täglich reduzieren.

Und alle 3 Monate einen Lebertest beim arzt machen.
Gleichzeitig musst unbedingt auf Gelbsucht Syntome achten.

Und bei erhöten leberwerten MUSST du aufhören mit kratom.
Da gibt es leider keine alternative.

Wenn es wirklich soweit kommt musst du tatsächlich über substitution nachdenken. Von Kratom auf subutex oder metadon ist zwar ein extremer sprung den ich normalerweise garnicht empfehle. Aber besser als eine kaputte leber ist ne opioid abhängigkeit.

Leber kontrollen und tägliche aufmerksamkeit auf mögliche Gelbsucht syntome -> sind das wichtigste.
Die Kratom reduktion hilft auch der Leber etwas mehr spiel zu geben. Und die Kontrollen musst wirklich regelmäßig machen und so lange du kratom einnimmst. Kann auch erst nach mehreren Wochen bis monate zu einer Hepatitis kommen.

Wichtig ist auch das alle Starken 2D6 und 2C19 Hemmer nicht gleichzeitig mit Kratom und Oxcarbazepin genommen werden.
Leichte hemmer können ok sein. Aber starke (grün, gelb, rot in der tabelle) sind ABSOLUT TABU. Aber auch leichte können ohne kontrolle und in hoher dosierung problematisch sein und 40g kratom sind eine hohe dosierung.

Wichtig: regelmäßige Leber Kontrollen beim doc, aufmerksamkeit auf gelbsucht syntome, Kratom auf 20g reduzieren und alle anderen 2D6 und 2C19 Hemmer meiden.

hier die Tabelle dazu:
https://www.poia.pl/files/news/682/cyto ... c4037e.pdf

LG

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Re: Kratom und Oxcarbazepin (P450) und andere Hemmer? Rat gesucht

Beitrag von Medifresser »

IgorVollAufStoff hat geschrieben: 21.05.2026 - 19:34 Wichtig ist auch das alle Starken 2D6 und 2C19 Hemmer nicht gleichzeitig mit Kratom und Oxcarbazepin genommen werden.
Also muss man zwischen Kratom Einnahme und Oxcarbazepin mehrere Stunden dazwischen lassen?
Das wäre ein sehr großes Problem weil ich 2h vorm schlafen 25-30g also immer größte Dosis nehme.
Promethazin und Doxepin kann ich dann ja auch knicken. Das eine beschissene Zwickmühle :sad:

Ja 40g oder mehr sind viel zu viel, das kommt durch den Benzo Entzug sonst lag ich tagsüber meist bei 6-10g und zum Schlafen 15-18g. Auch nicht wenig aber besser als aktuell.

Vlt starte ich mal ein Versuch mit Methidone bevor ich beim Arzt die Substi Keule anspreche, ich will nach dem Benzo Entzug auch das Kratom nach ca 2 Jahrzehnten abkicken und ungern vorher noch Monate auf potente umsteigen. Das hier ist aber echt kein Zustand mehr und der Gedanke Umstieg bis Entzug Ende kam mir trotzdem schon öfters. Wieder Zwickmühle
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IgorVollAufStoff
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Re: Kratom und Oxcarbazepin (P450) und andere Hemmer? Rat gesucht

Beitrag von IgorVollAufStoff »

Medifresser hat geschrieben: 23.05.2026 - 12:13
IgorVollAufStoff hat geschrieben: 21.05.2026 - 19:34 Wichtig ist auch das alle Starken 2D6 und 2C19 Hemmer nicht gleichzeitig mit Kratom und Oxcarbazepin genommen werden.
Also muss man zwischen Kratom Einnahme und Oxcarbazepin mehrere Stunden dazwischen lassen?
Das wäre ein sehr großes Problem weil ich 2h vorm schlafen 25-30g also immer größte Dosis nehme.
Promethazin und Doxepin kann ich dann ja auch knicken. Das eine beschissene Zwickmühle :sad:

Ja 40g oder mehr sind viel zu viel, das kommt durch den Benzo Entzug sonst lag ich tagsüber meist bei 6-10g und zum Schlafen 15-18g. Auch nicht wenig aber besser als aktuell.

Vlt starte ich mal ein Versuch mit Methidone bevor ich beim Arzt die Substi Keule anspreche, ich will nach dem Benzo Entzug auch das Kratom nach ca 2 Jahrzehnten abkicken und ungern vorher noch Monate auf potente umsteigen. Das hier ist aber echt kein Zustand mehr und der Gedanke Umstieg bis Entzug Ende kam mir trotzdem schon öfters. Wieder Zwickmühle
ne zusätzliche starke hemmer darfst nicht nehmen.
Dein setup ist ok und dir wird nichts passieren zumindest die nächsten tage.

Aber langfristig solltest du UNBEDINGT REGELMÄSSIG Lebertests machen. Am besten sofort am Dienstag. Kannst einfach beim Hausarzt machen. Und wichtig wäre ist auch das Kratom zu reduzieren zumindest auf 20g. Bitte auch unbedingt auf Gelbsucht syntome schauen kannst ja mal googeln.

Und wenn am Dienstag rauskommt das die leberwerte erhöht sind dann musst leider auf meta oder besser subutex umsteigen.
Besser meta/subu abhängig wie ne kaputte leber🤷🏻‍♂️

Ich wäre fast daran gestorben :character-oldtimer:

LG

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Re: Kratom und Oxcarbazepin (P450) und andere Hemmer? Rat gesucht

Beitrag von Medifresser »

@IgorVollAufStoff
Ok ich hatte schon Sorge das ich das Oxcarbazepin nicht mehr nehmen kann nur wegen dem scheis Kratom.

Reduzieren ist die nächsten 7-9 Wochen leider nicht drin, ich will den Benzo Absprung jetzt schaffen das hat so viele Jahre gedauert.
Der Schlaf ist aber auch hin weil ich keine anderen Medikamente nehmen kann solange ich so hoch dosiert bin. Lieber schlaflos als das was passiert. Nunja für danach muss ich mir Schritt für Schritt Plan machen um vom Kratom endlich auch weg zu kommen. Erstmal runter dosieren und später auch abkicken.

Beim Arzt habe ich mich bisher schon öfter checken lassen, bisher alles ok zumindest nix was mit Kratom zusammenhängt. Ich merke aber selbst das es nicht mehr gesund ist und ich es nur noch so mache um auf den letzen Metern den Benzo Absprung nicht zu gefährden. Allein das ambulante abdosieren dauert inzwischen schon 8-9 Monate. Kurz vor Null dann Kratom reduzieren wäre gesundheitlich zwar wichtig, benzo technisch aber das dümmste was ich tun kann.

Ist der Entzug von Morphin nach 2-3 Monaten doller und länger als nur so extrem lange Kratom? Oder kommt es aufs selbe raus?
Metha, Pola und Tex wäre mir jetzt vor dem Ziel ne Nummer zu heftig wenn ich davon wieder runter will.
Substitol würde ich aber sofort bekommen wenn ich bescheid sage.

Danke für deine hilfreichen Antworten, ich nehme mir alles zu Herzen und erkenne den ernst der Lage. Nur bin ich im Juli endlich durch mit den 💊 kannst meine Situation sicher verstehen
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IgorVollAufStoff
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Re: Kratom und Oxcarbazepin (P450) und andere Hemmer? Rat gesucht

Beitrag von IgorVollAufStoff »

Medifresser hat geschrieben: 28.05.2026 - 19:19 @IgorVollAufStoff
Ok ich hatte schon Sorge das ich das Oxcarbazepin nicht mehr nehmen kann nur wegen dem scheis Kratom.

Reduzieren ist die nächsten 7-9 Wochen leider nicht drin, ich will den Benzo Absprung jetzt schaffen das hat so viele Jahre gedauert.
Der Schlaf ist aber auch hin weil ich keine anderen Medikamente nehmen kann solange ich so hoch dosiert bin. Lieber schlaflos als das was passiert. Nunja für danach muss ich mir Schritt für Schritt Plan machen um vom Kratom endlich auch weg zu kommen. Erstmal runter dosieren und später auch abkicken.

Beim Arzt habe ich mich bisher schon öfter checken lassen, bisher alles ok zumindest nix was mit Kratom zusammenhängt. Ich merke aber selbst das es nicht mehr gesund ist und ich es nur noch so mache um auf den letzen Metern den Benzo Absprung nicht zu gefährden. Allein das ambulante abdosieren dauert inzwischen schon 8-9 Monate. Kurz vor Null dann Kratom reduzieren wäre gesundheitlich zwar wichtig, benzo technisch aber das dümmste was ich tun kann.

Ist der Entzug von Morphin nach 2-3 Monaten doller und länger als nur so extrem lange Kratom? Oder kommt es aufs selbe raus?
Metha, Pola und Tex wäre mir jetzt vor dem Ziel ne Nummer zu heftig wenn ich davon wieder runter will.
Substitol würde ich aber sofort bekommen wenn ich bescheid sage.

Danke für deine hilfreichen Antworten, ich nehme mir alles zu Herzen und erkenne den ernst der Lage. Nur bin ich im Juli endlich durch mit den 💊 kannst meine Situation sicher verstehen
Bei mir ist es so das Kratom eher pws begünstigt und auch länger dauert als morph. Dafür aber besser erträglicher. Pola/Meta und Subu wären generell keine gute idee einfach weil alles so langwierig ist und subu ist ja noch be ganz eigene sache. Wenn die leberwerte ok sind dann bleibt einfach auf kratom. Wenn nicht hast leider keine andere alternative und musst auch substitol umsteigen. Davon kommst aber relativ zügig los.


LG

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Re: Kratom und Oxcarbazepin (P450) und andere Hemmer? Rat gesucht

Beitrag von Medifresser »

IgorVollAufStoff hat geschrieben: 31.05.2026 - 17:45 Bei mir ist es so das Kratom eher pws begünstigt und auch länger dauert als morph. Dafür aber besser erträglicher. Pola/Meta und Subu wären generell keine gute idee einfach weil alles so langwierig ist und subu ist ja noch be ganz eigene sache. Wenn die leberwerte ok sind dann bleibt einfach auf kratom. Wenn nicht hast leider keine andere alternative und musst auch substitol umsteigen. Davon kommst aber relativ zügig los.


LG
Ich habe auch Kratom stark in Verdacht das es schon seit ein paar Jahren sehr auf die Psyche schlägt. Jeder Tag jede Einnahme ist nur noch Folter. PAWS und körperlich hab ich glaub sogar von Benzos und Kratom zusammen das ist richtig übel, will gar nicht wissen wie das noch wird wenn Benzo Null und Kratom absetzen. Zweifel langsam dran ob Kratom noch lange gut geht.

Wie viel Substitol müsste ich wohl nehmen wenn selbst 16mg Bupre rein gar nichts brachten und ich noch Kratom rauf schmeißen musste als ich nur bei ca 25-30g war? ODSMT konnte ich auch so hoch dosieren wie ich wollte, brachte nix. Heute sind es schon 40-45g da müsste ich doch sicher über 1g Substitol nehmen oder?

Wie zügig wäre denn der Substitol Entzug?
Und wie stark auf einer Skala 1-10? Bei kratom ist das RLS übler wie auf anderen Opioiden, dafür ist der Schmerzgrad geringer als bspw Oxy.

Das hat ein Ausmaß angenommen wo ich kein Unterschied mehr zu potenten Opioiden sehe..Vlt wären die sogar weniger Kopfgeficke :keineahnung:
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