GHB / GBL Entzug nach 3/4 Jahren // Entgiftung beendet. Und nun ?

Eure Fragen und Tipps im Umgang mit GHB, GBL und BDO
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Controller1990
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GHB / GBL Entzug nach 3/4 Jahren // Entgiftung beendet. Und nun ?

Beitrag von Controller1990 »

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und hoffe, ich bin in dem richtigen Forum. :)

Meine Story ist eigentlich nicht unterschiedlich zu den anderen die ich hier gelesen habe, ich meine aber schon einen kleinen Schritt weiter zu sein als mir vielleicht lieb ist (was ja an sich auch ein gutes Zeichen ist).

Ich war gut 14 Tage in der Klinik, wurde mit Oxazepam behandelt ( 4x anvisierte Medikation, 4x Bedarfsmedikation (die ich eigentllich immer nutzte = 80mg /Tag) ). Meine Konsumzeit betrug in etwa 3/4 Jahre und der tägl. Bedarf lag bei 20-30ml / Tag. Eher im oberen Bereich anzurechnen.;)

Ich bin nun seit 4 Tagen wieder Zuhause und nutze nur noch als Krampfschutz Levetiracetam (500mg morgens und 500mg abends) und Chlorprothixen zum Schlafen 30 mg - mittags bei innerer Unruhe 15 mg. Ich schlafe i.d.R. ohne zwar auch aber es kostet Kraft und ich wache alle 2-3 Std auf..

An sich fühle ich mich ok, mache meinen Haushalt, treffe mich mit Freunden, gehe bei dem Wetter raus, laufe viel - zittere manchmal ein wenig, werde unruhig, ober bekomme leichte Panik/Angst., manchmal auch etwas Gleichgewichtsprobleme. Aber alles kontrollierbar. Ich habe weder dieses Craving oder ähnliches.

Mein Konsum war durchgehend 24/7. Je nach Beschaffungsquelle wars direkt mal GHB, manchmal auch nur GBL.. Ich hatte nie mehr als 50 ml auch Zuhause.
Am Ende waren es 30 ml GBL am Tag.

Meine Fragen lauten nun wie folgt:

1) Habe ich einfach Glück gehabt, dass es so glimpflich ausging nach der langen Zeit ?
2) Ist der Krampfschutz mittlerweile überflüssig ?
3) Gibt es Möglichkeiten, die Heilung zu beschleunigen ?
4) Sollte ich auf irgendwas achten ?
5) Ich habe heute mit einem Freund das schöne Wetter draußen genossen / klar, spüre ich noch nicht die Euphorie wie vor einigen Jahren - habe knapp 1l Bier getrunken. Würdet ihr mir (gerade in Zusammenhang mit den noch nehmenden Medikamenten abraten ?
6) Gibt es in der Phase nach der Entgiftung weitere Tipps die ihr mir geben könnt ?

Vielen Dank im Voraus für eure Tipps / Tricks und liebe Grüße in die Schweiz :) <3
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Tibbi
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Re: GHB / GBL Entzug nach 3/4 Jahren // Entgiftung beendet. Und nun ?

Beitrag von Tibbi »

Denke ein dreiviertel Jahr ist noch nicht so lang. Habe es mit GBL jetzt nie so weit getrieben, dass ich Probleme damit hatte. Aber hier im Forum viel mitbekommen. Es scheint so zu sein, dass je länger und je höher die Dosis bei GBL, desto schlimmer wird der Entzug. Kann mich erinnern, dass Hazel (ein hier bekannter GBL Konsument wo man leider so richtig das Scheitern an der Abhängigkeit miterleben konnte) meinte, nach nem halben Jahr 24/7 GBL hätte er den Entzug noch locker mit ein paar Bier hinbekommen, nach ein paar Jahren ist das dann ne andere Hausnummer. Scheint gerade bei GBL recht extrem zu sein, dass sich die Entzüge immer mehr verschlimmern. Aber Glück hast du sicher auch gehabt, gibt sicher Menschen, die nicht so glimpflich inder Zeit davon kommen.

Der Krampfschutz sollte den GBL Entzug betreffend eigentlich unnötig sein, nach mehr als 14 Tagen. Aber kann natürlich Gründe haben, warum ein Arzt es noch verordnet, würde in jedem Fall mit dem Arzt sprechen.

Heilung beschleunigen...Versuch halt anderweitig als durch Substanzen Dinge zu tun bzw zu finden, die dir gut tun. Auf jeden Fall wichtig sich nicht zu sehr hängen zu lassen irgendwann.
Würde versuchen, auch alle anderen Substanzen, die ne Wirkung auf GABA Rezeptoren haben, bleiben zu lassen, wenn es geht (Alkohol, Benzos usw.). Einerseits wegen Suchtverlagerug, und auch weil die meiner Meinung nach dem Genesungsprozess ehr hindern.

Würde ehr nicht wegen den Medikamenten warnen vor Alkohol, sondern eher wegen einer gewissen Kreztoleranz und was ich zuvor schon geschrieben habe. Psychopharmaka und Alkohol ist natürlich auch so ne Sache, da Menschen da auch schon mal nicht so schöne Effekte bekommen können. Wenn man jetzt aber vorsichtig ist und Bier dazu trinkt, merkt man ja, wenn man jetzt keine Druckbetabkung macht, ob das passt, würde aber vorsichtig sein und es mit dem Alkohol nicht völlig übertreiben.

Ist oft ne ziemlich anstrengende Phase nach dem akuten Entzug, halt weil sich gewisse negative Symptome oft länger bemerkbar machen. Muss man halt durch und sich klar machen, dass jeder weitere Konsum einen nur noch mehr reinreitet. Muss halt klar sein, dass der Konsum nicht mehr geht.
Ansonsten halt versuchen sich nicht zu überfordern, Geduld haben (braucht halt Zeit bis alles wieder cool ist), und schauen, dass man möglichst viel positives in sein Leben bringt, was einem gut tut..
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