Hallo zusammen. Seit der Covid Krise, leider/litt Ich stark unter supraventrikulaeren Tachykardien/Sinustachykardien, d.h. gutartiges Herzrasen.
Man hat über die Jahre mehrere EKGs, einige Anfalls EKGs, zwei Echos und Blutbilder gemacht. Funktionell gesehen scheint mein Herz gesund zu sein.
Trotz Psychotherapie, Elektrolyten und sonstigen homöopathischen Unsinn wurden meine Attacken nicht besser. Erst als mir dann 2023 Metoprolol verschrieben wurde,
ist es besser geworden. Ich hatte vielleicht noch kleinere Anfälle, aber diese bekam Ich dann mit der Psychotherapie unter Kontrolle. Also bin Ich seit 3 Jahren quasi anfallsfrei.
Ich bin noch ziemlich jung, Mitte 20, und sehr viele Ärzte mit denen Ich über meine Einnahme sprach, sind damit unzufrieden. Neulich als Ich bei meiner Psychiaterin war,
hat diese mir empfohlen wenigstens zu reduzieren. Ich habe auch diverse Nebenwirkungen von den BB.
Meinen Hausarzt/Substi Arzt muss Ich nicht im Voraus bescheid geben, da er sowieso sehr gegen meine BB Einnahme ist und bestimmt jegliche Reduktion begrüssen würde.
Deswegen würde Ich es für ein paar Tage selbst mal probieren wollen.
zurzeit nehme Ich 1,5 x 23,75mg Metopololsuccinat und Ich hätte erstmal vor auf 1 zu reduzieren. Man liest ausserdem überall, dass so ein Absetzen sehr gefährlich sein soll,
deswegen bin Ich etwas besorgt.
Wisst ihr ob schon bei solchen kleinen Reduktionen starke Symptome auftreten können? Und habt Ihr selbst vielleicht Erfahrungen.
Danke und viele Grüsse
Betablocker(Metoprolol) absetzen
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Sanzaru
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Re: Betablocker(Metoprolol) absetzen
Ehrlich gesagt bin ich von deinen Schilderungen etwas irritiert. Mich wundert, dass deine Psychiaterin dir sagt, dass du deinen Betablocker reduzieren sollst und deine Ärzte, mit denen du redest, gegen den Blocker sind. Wenn er dir offensichtlich prophylaktisch hilft, ist doch dagegen nichts einzuwenden? Ich mein, du kannst ihn schon reduzieren, ich schicke im Anschluss von meinem Text ein Absetzschema, würde dir aber raten das mit einem entsprechenden Facharzt zu besprechen. Ergo am besten der Arzt, der es dir verschrieben hat (was für ein Facharzt war das?) oder via eines Kardiologen evaluieren welche Optionen es noch gibt. Es gibt ja nicht nur Metoprolol sondern auch andere Betablocker mit anderen Nebenwirkungs-profilen. Ich kann es dir natürlich auch nicht verübeln, wenn du es absetzten willst, wenn du das Gefühl hast, du brauchst ihn nicht mehr. Kann ja gut sein, dass sich dein Problem - was auch immer es war - mittlerweile gelöst hat.
Aber dass eine Psychiaterin sagt, man soll eine prophylaktische Therapie für Herzrhythmusstörungen verändern.. Das habe ich jetzt zum ersten Mal im Leben gehört.
Edit:
Betreffend Absetzerscheinungen kann es zu einem Rebound-effekt kommen. Ergo steigt das Risiko für tachykarde Herrythmusstörungen (nicht nur "gutartige" sondern auch potenziell "bösartige" wie Kammertachykardien). Daher ratsam, das mit einem Arzt zusammen zu machen.
Aber dass eine Psychiaterin sagt, man soll eine prophylaktische Therapie für Herzrhythmusstörungen verändern.. Das habe ich jetzt zum ersten Mal im Leben gehört.
LgAbsetzschema
Soll die Therapie mit Metoprolol abgeschlossen werden, muss die Metoprolol-Dosis schrittweise über einen Zeitraum von mindestens 2 Wochen reduziert werden. Dabei wird empfohlen, jeweils die halbe Dosis (Tablette mit geringerem Wirkstoffgehalt) einzunehmen, bis zum letzten Schritt, bei welchem eine ½ Tablette à 25 mg eingenommen wird. Die letzte Dosierungsstufe von 12,5 mg muss während mindestens 4 Tagen eingenommen werden, bevor die Therapie beendet werden darf. Sollten während dieser Absetzphase Symptome auftreten, muss die Dosisreduktion langsamer erfolgen. Ein abrupter Therapieabbruch kann eine chronische Herzinsuffizienz verschlimmern und das Risiko eines Myokardinfarktes sowie des plötzlichen Herztodes erhöhen.
Edit:
Betreffend Absetzerscheinungen kann es zu einem Rebound-effekt kommen. Ergo steigt das Risiko für tachykarde Herrythmusstörungen (nicht nur "gutartige" sondern auch potenziell "bösartige" wie Kammertachykardien). Daher ratsam, das mit einem Arzt zusammen zu machen.
