Ich stand mal eine Zeit in engerem Kontakt zu einem etwas höheren Zwischenhändler, der an Bekannte/Freunde auch geringere Mengen verkauft hat. Wir waren fast täglich beieinander und haben viel miteinander gekifft, dementsprechend habe ich auch viel vom Kundenverkehr mitbekommen.HarryS hat geschrieben: 25.05.2026 - 10:16 Was passiert eigentlich im RealLife wenn man so Summen wie 1800 - 10.000,00 Euro nicht bezahlen kann.
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Wenn es sich um Freunde handelte, die jeden Monat ihre Schulden ansteigen ließen - und sei es bis zu einer geringeren vierstelligen Summe - , wurde das Geld zwar nicht eingetrieben, aber irgendwann gab es einfach kein Zeug mehr, nur noch Jointreste usw.
Leute, die dem nicht so nahestanden wurden auch mal auf mir nicht bekannte Weise dazu gebracht, Kredite bei der Bank aufzunehmen und den Rest mit ihrem Lohn abzubezahlen, bis es getilgt war. Einige arbeiten noch heute als sehr kostengünstige Handwerker oder Fahrer für ihn, weil sie so tief in seiner finanziellen Schuld standen, dass ihnen keine andere Wahl bleibt, als sich, sozusagen, nützlich zu machen.
Ich finde diese „Schuldknechtschaft“ allgemein eher verwerflich, aber finde es in diesem Fall sogar einigermaßen human im Vergleich zu Wucherzinsen und gewalttätiger Erpressung. Immerhin musste nur das gezahlt werden, was sie auch wirklich schuldeten und, soweit ich weiß, wurde sogar der Mindestlohn eingehalten, aber natürlich der eigentlich zustehende Lohn weit unterschritten.


