Grundsätzlich finde ich Haustierhaltung moralisch in Ordnung wenn man die Tiere mit dem entsprechenden Respekt begegnet und es fördert und fordert. Heisst halt auch, dass man mit ihnen trainiert (nicht für Tricks sondern wie man Tram fährt etc.). Wenn man sich einen Hund zutut und dann 3x Gassi geht und das wars am Tag, dann wundert es mich nicht dass der Hund depressiv wird. Solche Hundehalter sollten dann auch keinen Hund haben respektive da hört dann meine moralische Zustimmung auf. Das selbe gilt für Hundehalter die an reinrassigen Tieren oder französische Bulldogge interessiert sind. Sehe leider immer wieder, wie sie hechelnd beinahe erstickend verzweifelt versuchen dem Herrchen/Frauchen hinterher zu kommen.
Generell ist für mich zentral, dass man das Tier und dessen Bedürfnisse achtet aber es gleichzeitig in Waage hält, mit den Bedürfnissen unserer heterogenen Gesellschaft. Nicht jeder mag Hunde, nicht jeder kann Hunden angstfrei begegnen und daher erwarte ich von den Haltern, dass sie ihre Hunde immer an der Leine halten. Ich wurde mit 8 Jahren beinahe zerfleischt (keine Übertreibung). Entsprechendes Training muss Pflicht sein - nicht nur wegen den anderen in der Gesellschaft sondern auch damit die Hunde lernen, sich in unserer Welt zu bewegen, die nichts mehr damit zu tun hat, woher sie ursprünglich vor x-tausend Jahren gekommen sind.
Wenn man es schafft, diese Waagschale zu halten, dann ist es für mich vertretbar Tiere zu halten. Wenn man das nicht hinkriegt, sollte man es einfach lassen - oder sogar daran gehindert werden. Bestimmte Rassen sollten wir vermutlich auch einfach aussterben lassen um das Leid für die Tiere zu verhindern.
Bei Katzen sehe ich es weniger eng weil sie sehr selbstständig sind. Problematisch finde ich bei Katzen primär das Ausrotten von bereits bedrohten Vögeln. Da erwarte ich eine Klingel o.ä. um den Hals um andere Tiere vor der menschengemachten Überpopulation von Katzen zu schützen.
Wäre es dann wie gesagt auch ok wenn eine höhere Lebensform dich als Haustier hält auch wenn sie sich "gut um dich kümmern"? Ich urteile nicht darüber aber finde das irgendwie weird

Schön ist es vermutlich nicht und ich mag das Gedankenexperiment das du mitgebracht hast. Ich denke für mich wäre zentral, dass ich mein Leben mit dem Halter teile und entsprechend gefordert/gefördert werde. Dennoch wäre ich lieber frei und unabhängig.
Reisegewohnheit hat geschrieben: 29.08.2026 - 09:57
Habs nie verstanden, besonders nicht die Veganer, die sich dann 5 Köter holen und täglich mehrere Kilo Fleisch an die verfüttern.
Mir erschliesst sich nicht, was das eine mit dem andeeren zu tun hat. Nicht jede Person die sich vegan ernährt ist das gleichzeitig wegen Tierwohl. Zumal der Aufschrei ja wohl noch grösser wäre, wenn in deinem Beispiel die Person dann den Hund vegan ernährt.
(Beitrag ist nicht ganz nüchtern entstanden - man Verzeihe etwaige Fehler im Text)