Getting things done! Mein Leben mit ADHS und depressiver Störung (Blog)
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SchneckeAufDerReise
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Getting things done! Mein Leben mit ADHS und depressiver Störung (Blog)
Hallo allerseits,
das hier soll so eine Art Tagebuch werden, in dem ich über meinen Alltag schreibe mit dem Haupt-Ziel der Selbstmotivation.
Ich weiß nicht, ob so etwas hier seinen Platz hat?
Seit der Jugend bin ich m.o.w. depressiv (Dysthymie und rezidivierende depressive Episoden).
Seit ein paar Monaten erst ist mir bewusst, dass ich außerdem ADHS habe.
Durch die hormonellen Veränderungen (mit mittlerweile bald 44 Jahren bin ich bereits mitten in der Perimenopause) ist alles nochmal so richtig bergab gerutscht.
Mein Leben ist seit vielen Jahren einfach nur noch absolute Katastrophe.
Meine Wohnung ist extrem chaotisch und vermüllt, körperlich bin ich völlig unfit, mit meinem Job fühle ich mich seit jeher unwohl und überfordert (was aber nicht am Job liegt, sondern an meinen Schwerigkeiten), ich habe keine wirklichen Hobbies mehr und kaum noch soziale Kontakte, weil ich ein paar Kontakte abgebrochen und die anderen komplett vernachlässigt habe.
Habe all die Jahre versucht zu funktionieren, habe aber überhaupt nicht gut funktioniert - und verstehe jetzt mit der ADHS-Diagnose endlich warum.
Zuletzt AU mit saftiger depressiver Episode, jetzt mit Medikamenten aus dem Gröbsten raus - aber viel geht trotzdem nicht.
Ich werde wahrscheinlich eine längere Auszeit brauchen, um mich am Schopf aus dem Sumpf zu ziehen - falls das überhaupt möglich ist.
Für mich alleine komme ich oft nicht in die Gänge.
Deshalb dachte ich, wenn ich regelmäßig hier berichte, hilft das vielleicht, motiviert zu bleiben ... und Dinge auf die Reihe zu bekommen !!!
Viele Grüße,
die Schecke auf der Reise
das hier soll so eine Art Tagebuch werden, in dem ich über meinen Alltag schreibe mit dem Haupt-Ziel der Selbstmotivation.
Ich weiß nicht, ob so etwas hier seinen Platz hat?
Seit der Jugend bin ich m.o.w. depressiv (Dysthymie und rezidivierende depressive Episoden).
Seit ein paar Monaten erst ist mir bewusst, dass ich außerdem ADHS habe.
Durch die hormonellen Veränderungen (mit mittlerweile bald 44 Jahren bin ich bereits mitten in der Perimenopause) ist alles nochmal so richtig bergab gerutscht.
Mein Leben ist seit vielen Jahren einfach nur noch absolute Katastrophe.
Meine Wohnung ist extrem chaotisch und vermüllt, körperlich bin ich völlig unfit, mit meinem Job fühle ich mich seit jeher unwohl und überfordert (was aber nicht am Job liegt, sondern an meinen Schwerigkeiten), ich habe keine wirklichen Hobbies mehr und kaum noch soziale Kontakte, weil ich ein paar Kontakte abgebrochen und die anderen komplett vernachlässigt habe.
Habe all die Jahre versucht zu funktionieren, habe aber überhaupt nicht gut funktioniert - und verstehe jetzt mit der ADHS-Diagnose endlich warum.
Zuletzt AU mit saftiger depressiver Episode, jetzt mit Medikamenten aus dem Gröbsten raus - aber viel geht trotzdem nicht.
Ich werde wahrscheinlich eine längere Auszeit brauchen, um mich am Schopf aus dem Sumpf zu ziehen - falls das überhaupt möglich ist.
Für mich alleine komme ich oft nicht in die Gänge.
Deshalb dachte ich, wenn ich regelmäßig hier berichte, hilft das vielleicht, motiviert zu bleiben ... und Dinge auf die Reihe zu bekommen !!!
Viele Grüße,
die Schecke auf der Reise
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Hyperion
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Re: Getting things done! Mein Leben mit ADHS und depressiver Störung (Blog)
Was für ADHs-Medikation nimmst du und hilft diese dir?
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SchneckeAufDerReise
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Re: Getting things done! Mein Leben mit ADHS und depressiver Störung (Blog)
Elvanse (Lisdexamfetamin) hilft mir mit dem Antrieb/der Motivation und wirkt auch stimmungsaufhellend bei mir. Konzentrationsfördernd wirkt es auch, aber da hält die Wirkdauer bei mir nicht sehr lange an ... Danach bin ich zwar noch für Stunden aufgedreht, aber ablenkbarer und impulsiver als ich ohne Medi bin - keeeeeine gute Kombination ....
Außerdem bin ich unter Elvanse oft "zu motiviert" - und überfordere mich dann selbst! Will dann alles machen, finde kein Ende, übergehe Hunger etc. ... - und stecke die Energie halt auch nicht unbedingt in das, was gerade am Wichtigsten wäre! Ich muss da noch viiiieeell lernen ...
Ritalin alleine verbessert den Antrieb bei mir nicht genug und die Stimmung gar nicht. Ich nutze es aber mittlerweile in kleinen Dosen gegen Ende der Elvanse-Wirkzeit, um die konzentrationsfördernde Wirkung zu verlängern. Das klappt ganz gut - aber irgendwann kommt halt auch der mega Rebound ...
Und dann kann ich nicht schlafen und fühle mich am anderen Tag erschöpft und wie verkatert.
Ohne Medis ist halt einfach .... alles - anstrengend - überfordernd - erschöpfend - und es geht nur Schriitchen für Schrittchen für Schrittchen, mit viiiiieelen Pausen ...
Habe immer gedacht, das ist alles Depression und irgendwie kriege ich das in den Griff und es wird besser!
Jetzt weiß ich, dass das halt mein Leben ist - bis ans Ende der Tage ...
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SchneckeAufDerReise
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Re: Getting things done! Mein Leben mit ADHS und depressiver Störung (Blog)
Blogbetrag #1
Und schon wieder ein Tag zuende.
Gerne würde ich berichten, was ich alles erledigt habe - das lohnt sich aber nicht.
Es waren ein paar Kleinigkeiten, mini bisschen Haushalt, bisschen Körperpflege - das war's.
Dafür wächst das große Grauen vor Freitag, wo ich nach 4 Wochen AU wieder zur Arbeit muss ... obwohl ich mich längst noch nicht dazu in der Lage fühle!
Meine Ärztin hätte das Attest verlängert, aber ich war zu dumm ... Gleichzeitig zu pflichtbewusst und zu verpeilt, mich rechtzeitig zu kümmern.
Morgen dann lange Liste, was noch alles erledigt werden muss (Einkaufen etc.). Fühle mich schon beim Gedanken daran überfordert ... - aber das ist wohl ganz typisch ADHS?
3 To Dos noch für heute:
- restliche geschaschene Socken aufhängen (Teil hängt schon)
- Zähne putzen
- Nachtmedis rechtzeitig nehmen und früh ins Bett!!
Gute Nacht allerseits.
Und schon wieder ein Tag zuende.
Gerne würde ich berichten, was ich alles erledigt habe - das lohnt sich aber nicht.
Es waren ein paar Kleinigkeiten, mini bisschen Haushalt, bisschen Körperpflege - das war's.
Dafür wächst das große Grauen vor Freitag, wo ich nach 4 Wochen AU wieder zur Arbeit muss ... obwohl ich mich längst noch nicht dazu in der Lage fühle!
Meine Ärztin hätte das Attest verlängert, aber ich war zu dumm ... Gleichzeitig zu pflichtbewusst und zu verpeilt, mich rechtzeitig zu kümmern.
Morgen dann lange Liste, was noch alles erledigt werden muss (Einkaufen etc.). Fühle mich schon beim Gedanken daran überfordert ... - aber das ist wohl ganz typisch ADHS?
3 To Dos noch für heute:
- restliche geschaschene Socken aufhängen (Teil hängt schon)
- Zähne putzen
- Nachtmedis rechtzeitig nehmen und früh ins Bett!!
Gute Nacht allerseits.
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Hyperion
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Re: Getting things done! Mein Leben mit ADHS und depressiver Störung (Blog)
Ich nehme täglich 50mg Elvanse und am Nachmittag 20mg Attentin.SchneckeAufDerReise hat geschrieben: 23.09.2026 - 18:53 Blogbetrag #1
Und schon wieder ein Tag zuende.
Gerne würde ich berichten, was ich alles erledigt habe - das lohnt sich aber nicht.
Es waren ein paar Kleinigkeiten, mini bisschen Haushalt, bisschen Körperpflege - das war's.
Dafür wächst das große Grauen vor Freitag, wo ich nach 4 Wochen AU wieder zur Arbeit muss ... obwohl ich mich längst noch nicht dazu in der Lage fühle!
Meine Ärztin hätte das Attest verlängert, aber ich war zu dumm ... Gleichzeitig zu pflichtbewusst und zu verpeilt, mich rechtzeitig zu kümmern.
Morgen dann lange Liste, was noch alles erledigt werden muss (Einkaufen etc.). Fühle mich schon beim Gedanken daran überfordert ... - aber das ist wohl ganz typisch ADHS?
3 To Dos noch für heute:
- restliche geschaschene Socken aufhängen (Teil hängt schon)
- Zähne putzen
- Nachtmedis rechtzeitig nehmen und früh ins Bett!!
Gute Nacht allerseits.
Das hilft mir enorm. Meine ADHS Symptome sind dann quasi komplett weg. Leider gilt dass nicht für die Symptome der Autismus-Spektrum-Störung.
Medikation hatte mein Leben komplett geändert. Ich wurde sehr gut in der Schule, mein Sozialleben hat sich verbessert, da Elvanse und Attentin schon als Amphetamine auch mein Ego pushen, also mehr Selbstvertrauen schaffen und ich habe viel mehr Energie für alles mögliche. Ob psychisch oder physisch anstrengend, ich kann jetzt mein volles Potenzial ausschöpfen, da ohne Medikation ich sehr schnell mental erschöpft war egal ob Sport oder Schule und immer Müde, viele Probleme mit Reizüberflutungen. Ich war geschockt dass ich die ganze Zeit dachte alle anderen würden sich auch wie mich fühlen, dabei sind die die ganze Zeit so wie ich mit ADHS-Medikamenten bin ungefähr. Hätte ich meine Diagnose mit 12 bekommen oder früher, wäre mein Leben ganz anders verlaufen. Die Diagnose mit 15-16 kam zu spät für viele Dinge. Aber besser als noch später.
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Re: Getting things done! Mein Leben mit ADHS und depressiver Störung (Blog)
Da bist du ja immer noch recht jung diagnostiziert worden! Es freut mich, dass dir die Medikamente so sehr helfen.Hyperion hat geschrieben: 24.09.2026 - 00:18 Ich nehme täglich 50mg Elvanse und am Nachmittag 20mg Attentin.
Das hilft mir enorm. Meine ADHS Symptome sind dann quasi komplett weg. Leider gilt dass nicht für die Symptome der Autismus-Spektrum-Störung.
Medikation hatte mein Leben komplett geändert. Ich wurde sehr gut in der Schule, mein Sozialleben hat sich verbessert, da Elvanse und Attentin schon als Amphetamine auch mein Ego pushen, also mehr Selbstvertrauen schaffen und ich habe viel mehr Energie für alles mögliche. Ob psychisch oder physisch anstrengend, ich kann jetzt mein volles Potenzial ausschöpfen, da ohne Medikation ich sehr schnell mental erschöpft war egal ob Sport oder Schule und immer Müde, viele Probleme mit Reizüberflutungen. Ich war geschockt dass ich die ganze Zeit dachte alle anderen würden sich auch wie mich fühlen, dabei sind die die ganze Zeit so wie ich mit ADHS-Medikamenten bin ungefähr. Hätte ich meine Diagnose mit 12 bekommen oder früher, wäre mein Leben ganz anders verlaufen. Die Diagnose mit 15-16 kam zu spät für viele Dinge. Aber besser als noch später.
Meine einzigen Probleme in der Schulzeit waren, dass ich mich nie aufraffen konnte, Hausaufgaben zu machen und zu lernen. Ich habe dann abends angefangen, als es Zeit war, schlafen zu gehen. Oder bin vor Klassenarbeiten morgens früher aufgestanden und habe noch schnell eine Stunde gelernt. Hausaufgaben morgens im Bus hingeschmiert oder in der Pause vor dem Unterricht. Viel müde war ich aber auch - bin ich immer noch - aber das sind ja viele Teenager ... Achso, ja, und weil ich morgens immer spät dran war, habe ich natürlich ab und zu den Bus verpasst.
Meine Konzentrationsfähigkeit selbst war gar nicht so schlecht. Das ging erst vor einigen Jahren rapide bergab.
Bei Frauen wird leider so etwa ab 40 das Gehirn durch die hormonellen Veränderungen der Wechseljahre in Mitleidenschaft gezogen ... Deshalb kann sich ein ADHS stark verschlimmern. Deshalb bekommen auch gerade so viele Frauen im späteren Erwachsenenalter ihre Diagnose - weil sie vorher noch irendwie klargekommen sind, jetzt aber nicht mehr.
Ich hatte schon immer verschiedene Probleme, die man halt auf die Depression geschoben hatte - jetzt ist klar: Ich habe beides!
Bissl autistische Züge auch, aber da kratze ich eher am Rand des Spektrums.
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SchneckeAufDerReise
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Re: Getting things done! Mein Leben mit ADHS und depressiver Störung (Blog)
Blogeintrag #2
Das sind genau die Dinge, die ich meiner Ärztin noch erklären muss:
- Heute war die Medikamentendosis, die vorgestern noch gepasst hat, zu hoch. Dann bin ich (paradoxe Wirkung) müde! Musste heute nachmittag 30 Minuten schlafen.
- Jetzt ist es 18 Uhr, ich war noch keine Lebensmittel einkaufen (der Kühlschrank ist leer) und ich bin platt! Morgen muss ich früh raus und zur Arbeit.
Ich bemühe mich, mache, was ich kann. Aber es ist sooooo schwer ...
Das sind genau die Dinge, die ich meiner Ärztin noch erklären muss:
- Heute war die Medikamentendosis, die vorgestern noch gepasst hat, zu hoch. Dann bin ich (paradoxe Wirkung) müde! Musste heute nachmittag 30 Minuten schlafen.
- Jetzt ist es 18 Uhr, ich war noch keine Lebensmittel einkaufen (der Kühlschrank ist leer) und ich bin platt! Morgen muss ich früh raus und zur Arbeit.
Ich bemühe mich, mache, was ich kann. Aber es ist sooooo schwer ...
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Re: Getting things done! Mein Leben mit ADHS und depressiver Störung (Blog)
Neuer Tag, neues Glück! 
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Re: Getting things done! Mein Leben mit ADHS und depressiver Störung (Blog)
Blogeintrag #3
1.) Am Freitag festgestellt, dass ich meinen Job wohl aufgeben muss. Ich bin dem nervlich wirklich nicht mehr gewachsen. Überfordert gefühlt habe ich mich ja schon immer, aber mittlerweile bin ich weniger leistungsfähig denn je, und die Anforderungen wachsen. Es stehen am Arbeitsplatz Umbrüche bevor, die ich nicht mehr mittragen kann und die es dem Team auch nicht mehr möglich machen werden, mich noch länger mitzutragen - was sie bisher getan haben, was ein großes Privileg ist, für das ich sehr dankbar bin.
Das wird natürlich nun seinerseits große Umbrüche in meinem Leben bedeuten ... Und der Schritt will sorgsam vorbereitet und schlau in die Wege geleitet werden - mit den geringst möglichen Nachteilen für alle Beteiligten ...
Naja, aber erst stehen mir nochmal mindestens 3 Arbeitstage bevor, die überstanden werden wollen - die Urlaubsvertretung ziehe ich auf jeden Fall durch.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
2.) Gestern am Samstag - hatte keine Lust auf ADHS-Medikamente - fast den ganzen Tag geschlafen. Morgens nach dem Weckerklingeln mein Escitalopram genommen, wieder ins Bett, erst am Nachmittag wieder aufgewacht. Hatte zwar Freitag Abend erst gegen Mitternacht gepennt - ist aber trotzdem Wahnsinn, oder??
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
3.) Welche Dosis icH bei den ADHS-Medis brauche, ändert sich dauernd. Und die Spanne für die richtige Wirkung ist extrem schmal!
Heute habe ich offenbar zuviel genommen. Am Nachmittag war ich unangenehm überdosiert. Das macht mich dann reizempfindlich und müde und ich kann mich schlecht konzentrieren. Ich musste mich daher eine ganze Weile hinlegen - dunkel, Ohrstöpsel rein für Ruhe - und bin auch eingeschlafen.
Sowas kostet dann halt auch wieder Zeit.
Hatte mir für heute so viel vorgenommen! Und was ich bisher tatsächlich geschafft habe, ist ein Bruchteil. Ehrlich gesagt, so viel (oder wenig) hätte ich ohne die Medikamente wahrscheinlich heute auch hingekriegt ... Habe die extra genommen, um mehr zu wuppen!
Ihr merkt, ich bin gefrustet.
Jetzt esse ich auf und dann geht's noch ein bisschen weiter ... Hoffentlich.
1.) Am Freitag festgestellt, dass ich meinen Job wohl aufgeben muss. Ich bin dem nervlich wirklich nicht mehr gewachsen. Überfordert gefühlt habe ich mich ja schon immer, aber mittlerweile bin ich weniger leistungsfähig denn je, und die Anforderungen wachsen. Es stehen am Arbeitsplatz Umbrüche bevor, die ich nicht mehr mittragen kann und die es dem Team auch nicht mehr möglich machen werden, mich noch länger mitzutragen - was sie bisher getan haben, was ein großes Privileg ist, für das ich sehr dankbar bin.
Das wird natürlich nun seinerseits große Umbrüche in meinem Leben bedeuten ... Und der Schritt will sorgsam vorbereitet und schlau in die Wege geleitet werden - mit den geringst möglichen Nachteilen für alle Beteiligten ...
Naja, aber erst stehen mir nochmal mindestens 3 Arbeitstage bevor, die überstanden werden wollen - die Urlaubsvertretung ziehe ich auf jeden Fall durch.
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2.) Gestern am Samstag - hatte keine Lust auf ADHS-Medikamente - fast den ganzen Tag geschlafen. Morgens nach dem Weckerklingeln mein Escitalopram genommen, wieder ins Bett, erst am Nachmittag wieder aufgewacht. Hatte zwar Freitag Abend erst gegen Mitternacht gepennt - ist aber trotzdem Wahnsinn, oder??
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3.) Welche Dosis icH bei den ADHS-Medis brauche, ändert sich dauernd. Und die Spanne für die richtige Wirkung ist extrem schmal!
Heute habe ich offenbar zuviel genommen. Am Nachmittag war ich unangenehm überdosiert. Das macht mich dann reizempfindlich und müde und ich kann mich schlecht konzentrieren. Ich musste mich daher eine ganze Weile hinlegen - dunkel, Ohrstöpsel rein für Ruhe - und bin auch eingeschlafen.
Sowas kostet dann halt auch wieder Zeit.
Hatte mir für heute so viel vorgenommen! Und was ich bisher tatsächlich geschafft habe, ist ein Bruchteil. Ehrlich gesagt, so viel (oder wenig) hätte ich ohne die Medikamente wahrscheinlich heute auch hingekriegt ... Habe die extra genommen, um mehr zu wuppen!
Ihr merkt, ich bin gefrustet.
Jetzt esse ich auf und dann geht's noch ein bisschen weiter ... Hoffentlich.
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Re: Getting things done! Mein Leben mit ADHS und depressiver Störung (Blog)
Nachtrag:
4.) Ich weiß auch gar nicht, wo die Zeit immer bleibt...!!! Man müsste mich mal filmen und nachher schauen, was ich eigentlich wie lange gemacht habe...
Es ist irre. Einfach alles irre! Ich bin so kaputt! Und wollte es 2 Jahrzehnte lang nicht wahrhaben...
Hat ja aber auch keiner gesehen. Hat mir ja auch keiner geglaubt. Therapeut:innen haben mir in der Vergangenheit teilweise quasi durch die Blume durchblicken lassen, ich muss faul sein und selbst dran Schuld sein, wenn's mir nicht besser geht.
Dass ich ADHS habe (und wahrscheinlich an der Grenze zum Autismus kratze), darauf ist ja damals keiner gekommen. Dagegen helfen Antidepressiva halt nicht. Das Escitalopram macht bei mir die Symptome sogar schlimmer.
Hmh..... * nachdenklich *
4.) Ich weiß auch gar nicht, wo die Zeit immer bleibt...!!! Man müsste mich mal filmen und nachher schauen, was ich eigentlich wie lange gemacht habe...
Es ist irre. Einfach alles irre! Ich bin so kaputt! Und wollte es 2 Jahrzehnte lang nicht wahrhaben...
Hat ja aber auch keiner gesehen. Hat mir ja auch keiner geglaubt. Therapeut:innen haben mir in der Vergangenheit teilweise quasi durch die Blume durchblicken lassen, ich muss faul sein und selbst dran Schuld sein, wenn's mir nicht besser geht.
Dass ich ADHS habe (und wahrscheinlich an der Grenze zum Autismus kratze), darauf ist ja damals keiner gekommen. Dagegen helfen Antidepressiva halt nicht. Das Escitalopram macht bei mir die Symptome sogar schlimmer.
Hmh..... * nachdenklich *
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Re: Getting things done! Mein Leben mit ADHS und depressiver Störung (Blog)
Blogeintrag #4
Habe diese Woche nochmal 3 Tage gearbeitet (ist ein Teilzeitjob). Erster Tag ging besser als befürchtet. Der Rest war aber wieder gar nichts.
Ich kann es nicht. Es geht einfach nicht mehr. Mein Kopf macht nicht mit.
Schon allein pünktlich da zu sein scheint von jeher ein Ding der Unmöglichkeit.
Dann alles andere:
- Entscheidungen treffen.
- Prioritäten setzen.
- Effizienz.
Ich brauche für alles ewig, verzettele ich. Fühle mich dann deswegen schlecht.
Ich stelle mir beginnende Demenz ähnlich vor ...
Nach 2 Arbeitstagen mit ADHS-Medis am Folgetag (frei) so kaputt, dass ich nur geschlafen habe.
Nochmal enen Tag gearbeitet mit Medis.
Am Tag danach wieder den ganzen Tag geschlafen, kaputt, lustlos.
Das ist doch kein Leben!
Ich verstehe nicht, wie ein Körper, wie ein Gehirn so versagen kann. Scheinbar ohne ersichtlichen Grund ...
Ich nehme jetzt alles, was Sinn macht: Hormone, Antidepressiva, ADHS-Medis, diverse Nahrungsergänzungsmittel (wie Vit. D, B-Vitamine, Eisen, Kreatin, Lithium in Mikrodosis). Mehr geht nicht.
Blutwerte (inkl. Schilddrüse - TSH, fT3, fT4) waren bei letzter Untersuchung vor einem Jahr normal.
Sport will ich machen, ist aber im Augenblick nicht zu schaffen. Ich bin froh, wenn ich essen gekauft und sauberes Gechirr habe.
Ich muss mit 44 Jahren einen Antrag auf Rente stellen und finde das gar nicht lustig ...
Habe diese Woche nochmal 3 Tage gearbeitet (ist ein Teilzeitjob). Erster Tag ging besser als befürchtet. Der Rest war aber wieder gar nichts.
Ich kann es nicht. Es geht einfach nicht mehr. Mein Kopf macht nicht mit.
Schon allein pünktlich da zu sein scheint von jeher ein Ding der Unmöglichkeit.
Dann alles andere:
- Entscheidungen treffen.
- Prioritäten setzen.
- Effizienz.
Ich brauche für alles ewig, verzettele ich. Fühle mich dann deswegen schlecht.
Ich stelle mir beginnende Demenz ähnlich vor ...
Nach 2 Arbeitstagen mit ADHS-Medis am Folgetag (frei) so kaputt, dass ich nur geschlafen habe.
Nochmal enen Tag gearbeitet mit Medis.
Am Tag danach wieder den ganzen Tag geschlafen, kaputt, lustlos.
Das ist doch kein Leben!
Ich verstehe nicht, wie ein Körper, wie ein Gehirn so versagen kann. Scheinbar ohne ersichtlichen Grund ...
Ich nehme jetzt alles, was Sinn macht: Hormone, Antidepressiva, ADHS-Medis, diverse Nahrungsergänzungsmittel (wie Vit. D, B-Vitamine, Eisen, Kreatin, Lithium in Mikrodosis). Mehr geht nicht.
Blutwerte (inkl. Schilddrüse - TSH, fT3, fT4) waren bei letzter Untersuchung vor einem Jahr normal.
Sport will ich machen, ist aber im Augenblick nicht zu schaffen. Ich bin froh, wenn ich essen gekauft und sauberes Gechirr habe.
Ich muss mit 44 Jahren einen Antrag auf Rente stellen und finde das gar nicht lustig ...
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Sanzaru
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Re: Getting things done! Mein Leben mit ADHS und depressiver Störung (Blog)
Huhu
Ich kann leider nichts hilfreiches beisteuern aber möchte dennoch schreiben, dass ich dein Thread mit Interesse verfolge. Ich hoffe sehr für dich, dass du bald bessere Zeiten erleben kannst
Darf ich fragen als was du arbeitest? Natürlich nur wenn du das auch teilen möchtest.
Liebe Grüsse
Ich kann leider nichts hilfreiches beisteuern aber möchte dennoch schreiben, dass ich dein Thread mit Interesse verfolge. Ich hoffe sehr für dich, dass du bald bessere Zeiten erleben kannst
Darf ich fragen als was du arbeitest? Natürlich nur wenn du das auch teilen möchtest.
Liebe Grüsse