Die Geschichte von Horror

Erfahrungsberichte und Tipps zum Thema Abhängigkeit, Entzug und Substitution
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Horror
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Die Geschichte von Horror

Beitrag von Horror »

Vorwort

Hey liebe Leute! :sansgriest:

Ich bin jetzt schon ein paar Jahre hier im Forum am Start und war die meiste Zeit im AWSIG-Thread aktiv :silly:

Es war jetzt eine ganze Weile sehr still um mich hier im Forum, da ich mich stark auf mich und meinen Ausstieg aus dem Drogensumpf konzentriert habe.

Dieser Beitrag dient vorallem dazu, die Leser zu warnen und (hoffentlich) zum Nachdenken zu bringen, die so wie ich damals Interesse an verschiedenen Drogen haben und besonders wissen wollen, wie ein Opioid (Die verbotene Frucht) schmeckt.

Vielleicht liest das hier auch jemand, der/die schon ein bischen Erfahrung mit niederpotenten Opioiden wie Codein, Tilidin, Tramadol oder Kratom gemacht hat.
Bitte lest euch meinen Beitrag einmal durch und überlegt nochmal, ob es euch das Risiko wert ist, dass es bei euch auch nur im Ansatz ähnlich verlaufen könnte wie bei mir.

Ich war - wie warscheinlich fast alle Opioidabhängigen hier - einfach naiv und dachte, dass ich psychisch gefestigt und zu schlau dafür bin, die Marionette für eine Droge zu werden. Meiner Meinung nach ist es für uns Menschen, die wir in dieser aktuellen Gesellschaft leben, generell einfach nicht möglich, Opioide gelegentlich zu konsumieren ohne eine Sucht zu entwickeln. :banghead:


Wunsch nach Zugehörigkeit

Ich war schon mein ganzes Leben ein ruhiges, introvertiertes Kind mit dem starken Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit, die meine liebevolle Mutter mir während meiner gesamten Kindheit immer geschenkt hat. Dafür bin ich ihr für immer dankbar, auch wenn es möglicherweise für meine Entwicklung weniger hätte sein können.

Es ging langsam los, als ich 14 war. Zu der Zeit hatte ich keine Freunde und wurde in meiner Schulklasse ausgegrenzt. In der Klasse hatte ich damals 2 gute Freunde, die von einem auf den anderen Tag jeden Kontakt zu mir abgebrochen hatten und auch die anderen Klassen aus dem Jahrgang gegen mich aufbrachten. Mein einziger sozialer Kontakt zu dieser Zeit war ein absoluter Kiffer und seine ebenso verklatschte Freundin, mit denen ich online Call Of Duty gezockt habe.

Ich saß zu dieser Zeit also nur alleine zuhause, habe gezockt und im Hintergrund oft Podcasts und Videos laufen lassen, in denen Leute über ihre Erfahrungen mit Drogen wie Cannabis, MDMA oder Pilzen berichtet haben (vielleicht kennt ja jemand von euch noch den Youtuber Velcro).
Ich wollte also schon sehr früh unbedingt zu den coolen Leuten in der Schule gehören, mit allem was dazu gehört; Partys, Mädchen, Saufen, Kiffen und endlich Zugehörigkeit zur angesehenen Gruppe, vor denen alle Respekt haben und mit denen alle befreundet sein wollten.

Als ich dann mit 16 in eine neue Klasse auf eine neue Schule gewechselt bin, habe ich mich bemüht zu den coolen Leuten zu gehören. Durch die Ausgrenzung in der Schulzeit davor hatte ich allerdings bereits eine Soziale Angststörung und Sozialphobie, die sich langsam entwickelt haben und ich konnte vor Gruppen von Menschen nicht sprechen, ohne dass mein ganzer Körper in einen Panikmodus verfallen ist.

Ich habe es dann schnell geschafft zu der Gruppe der beliebtesten Leute des Jahrgangs zu gehören, die die Hauspartys geschmissen haben und damit ging es dann los mit Alkohol, Zigaretten und dann schließlich auch Cannabis, was mich schon lange vorher sehr interessiert hatte. Das Ganze hat mich sehr begeistert und ich habe mit meinen neuen Freunden regelmäßig gekifft.
Als ich dann die erste Nummer hatte, habe ich täglich auch alleine gekifft.


Erfahrungen sammeln

Ich habe dann mit 17 DXM ausprobiert, weil ich total interessiert an psychedelischen Drogen war, allerdings keine Quelle für Pilze oder LSD hatte. DXM ist zwar kein Psychedelika aber ich fand den Zustand doch schon interessant und habe es öfter konsumiert - alleine, da meine Freunde von dem Stoff keinen Plan hatten und auch kein Interesse an anderen Sachen als Cannabis hatten zu dem Zeitpunkt. Das ging da schon so weit, dass ich - trotz Schule am nächsten Tag - einen starken DXM-Trip in Kombi mit Cannabis hatte und am nächsten Tag in der Schule immernoch eine verschobene Sicht und verwaschene Sprache hatte.
Man war damals cool, wenn man die längste Liste an verschiedenen Drogen aufzählen konnte, die man schon genommen hat, was für mich auch ein weiterer Faktor war, weshalb ich immer nach neuen Drogenerfahrungen gesucht hatte.

Als ich dann 18 war, ging es wirklich los.
Die coolen aus meinem Jahrgang waren damals schon neben Kiffen auch auf Techno-/Goa-Partys unterwegs und hatten Erfahrung mit den klassischen Party-Drogen wie MDMA, Kokain oder Amphetamin. Als ich dann mit meinem besten Freund (ich nenne ihn mal Seth, weil er öfter vorkommt) und den besagten Leuten auf eine Goa-Party mitgekommen bin, habe ich im vollkommen betrunkenen Zustand 1 Ecstasy Pille gekauft und Seth eine Hälfte gegeben. Wir haben die einfach genommen ohne viel nachzudenken und weil ich so betrunken war, hatte ich sogar die Einnahme vergessen. Als es dann reingehauen hat, war das ein völlig neuer Einblick in die Welt der Drogen und den Bewusstseinszuständen, die man durch kleinste Pillen erreichen konnte. Der Abend war unfassbar.

Mit 18 ging es auch immer mehr auf immer exzessivere Partys und dort habe ich dann schnell meine Liste erweitert mit Drogen wie Kokain, Ketamin, Amphetamin und habe zum Lernen fürs Abitur auch LSD Microdosing getestet.


Neue psychedelische Welt

Nachdem wir das Abitur bestanden hatten, haben wir uns dann ein ruhiges Plätzchen in einem schönen Wald gesucht und in einer größeren Gruppe das erste Mal Pilze genommen. Dazu haben wir sehr viel gekifft und Bong geraucht und der Trip war unfassbar witzig. Diese Erfahrung hat meine Sicht auf einige Dinge im Leben nachhaltig verändert und uA meine Wertschätzung gegenüber meiner Familie wiederhergestellt und meine rebellische Phase ein gutes Stück gedrosselt. Pilze haben mich mit dieser Erfahrung in einer gewissen Art geerdet und meine Verbundenheit zur Natur und die Empathie gegenüber anderen Menschen und generell allen Lebewesen verstärkt.

Wenige Wochen später habe ich mich in Holland dann über Trüffel hergemacht, mit dem Glauben ich wüsste, was mich erwarten würde - besonders weil ich beim ersten Mal so gut mit Kiffen auf Pilzen klargekommen bin.
Nach einer ganzen Packung von einer relativ starken Trüffel-Sorte (ich erinnere mich leider nicht an den Namen) und dazu mehreren puren Joints mit Haze aus Amsterdams Coffeeshops, habe ich meine Lektion gelernt, dass man diese Substanzen nicht auf die leichte Schulter nehmen darf und vorallem habe ich danach nie wieder Cannabis mit jeglichen psychedelischen Substanzen gemischt.
Die visuellen Effekte waren wie aus dem wildesten Trippy YT-Video oder wie ein KI-Brainfuck Video… :mued:
Dazu hatte ich das erste Mal einen richtigen Ego-Tod :scatter:
Dennoch eine wahnsinnig faszinierende Erfahrung, die ich nicht missen will.


Lean

Mit 19 hatten meine Freunde und ich dann so ziemlich alles probiert, was man in unseren Kreisen kannte. Da wir alle große Fans von Amerikanischem-Rap waren, kannten wir alle die Begriffe wie Lean, Percocet oder Xanax und da die ganzen Rapper alle extrem beliebt und cool waren und mit viel Geld und Frauen gezeigt wurden, haben diese Drogen irgendwie edel gewirkt. Sozusagen waren Codein und Alprazolam die Modedrogen meiner damaligen Zeit, wie früher mal LSD bei den Hippies :character-oldtimer:

Einer meiner besten Freunde war zu der Zeit leicht erkältet und hatte eine Flasche Codein verschrieben bekommen. Weil er aber schnell wieder fit war, hat er nichts von dem Codein benutzt und ich habe ihn so lange vollgelabert, bis er mir die Flasche gegeben hat. Später am selben Tag oder wenige Tage später habe ich dann alleine zuhause zwei Becher ineinander gesteckt (Double Cup) mit Eiswürfeln und Sprite gefüllt und das Codein reingetropft - ich habe dabei auch die Dosis beachtet indem ich die Tropfen gezählt habe. Ich glaube es waren zwischen 120-150mg Codein.

Irgendwann wurde mir schwummerig und warm, meine Haut fing an zu jucken und meine Augenlider wurden schwerer.
Ich hab mich dann hingelegt und wollte noch eine Serie gucken, mir fielen aber immer wieder die Augen zu und ich hatte traumartige Szenen im Kopf, die zu den gesagten Dingen aus der Serie passten. Ich habe richtig ordentlich genoddet.
Da ich aber nicht verstanden habe, dass das zur Wirkung gehört - und sogar einer der beliebtesten Aspekte vom Opioidrausch ist - hatte ich die ganze Zeit dabei Angst, dass ich eine Überdosis erwischt hatte und gegen das Einschlafen angekämpft, da ich dachte ich würde sterben :confusion-scratchheadyellow:

Ein paar Monate später hatte meine Mom dann zufällig Husten und vom Arzt eine Flasche Paracodin (Dihydrocodein) verschrieben bekommen.
Sie hat es nur einen Abend wie verschrieben genutzt und meinte, dass sie sich davon komisch gefühlt hat. Ich hab die Flasche dann im Schrank stehen sehen und nachdem sie sich mehrere Tage nicht von der Stelle bewegt hatte, nahm ich sie mir selbstverständlich :laughing-rofl:
Als ich einen Abend mit Leuten draußen unterwegs war hatte ich die komplette Flasche in eine Fanta gekippt aber außer einem Leichtigkeitsgefühl kaum etwas gemerkt.


Entscheidender Fehler

Ich habe im Laufe der nächsten Wochen im Freundeskreis und auf Partys herumgefragt ob jemand jemanden kennt, der an Tilidin rankommt. Tilidin kannte ich schon von alten Bushido-Songs und durch das YT-Video von Velcro - Drogen Stories.
Ich habe es dann geschafft, einen Blister mit 200mg Tilidin zu bekommen - im Nachhinein war das eigentlich mein Untergang.

Ich hatte auch bei Tilidin anfangs riesigen Respekt was die Dosis angeht und habe eine Tablette zerteilt und 100mg genommen - natürlich entretardiert. An dem Abend war ich mit Seth spazieren und es war Winter, doch plötzlich wurde mein Gesicht super angenehm warm. Ich habe mich befreit gefühlt von allem was mich zu der Zeit auch nur im geringsten Maße bedrückt hat. Ich hatte Energie und der Spaziergang hat mir so viel Spaß gemacht wie noch nie.
Als Seth und ich uns verabschiedet hatten und ich zuhause angekommen bin, habe ich die andere Hälfte noch genommen und wenig später haben mich Wellen der Euphorie durchflutet.

Die Erfahrung die ich ein paar Tage später hatte und im Nachhinein als meinen ersten richtigen Opi-Turn bezeichne werde ich nie vergessen. Um die Wirkung bewusst komplett wahrzunehmen ohne Ablenkung hatte ich mich ins kuschelige Bett gelegt, Kopfhörer aufgesetzt und eine komplette entretardierte 200mg Tilidin-Tablette genommen. Der Geschmack ist pervers aber was dann folgt was für mich das Öffnen der Büchse der Pandora. Auf den Kopfhörern lief das Lied Lana del Ray - Heroin. Als mir die Augen zugefallen sind und mich pure Wärme und Euphorie durchflutet hat, bin ich im Dämmerschlaf, noddend über Wolken geflogen und habe den Bass und jedes Geräusch des Liedes in meinem kompletten Körper gespürt, quasi bis in meine Eier :music-listen: :w7:

Mir ist rückblickend klar, dass das der Moment war, als ich mich in Opioide verliebt habe. Das habe ich leider zu dem Zeitpunkt noch nicht verstanden und dachte ich hätte die volle Kontrolle…


Corona & Kratom

Mit 20 hatte ich sporadisch öfters Tilidin genommen und selten auch Codein, war aber wegen den Straßenpreisen und der mangelnden Verfügbarkeit (war zu der Zeit noch nicht soo bekannt) nur selten am konsumieren.

Dann kam Corona als ich 20 war, ich musste zuhause bleiben, habe von meiner Arbeit trotzdem noch Gehalt bekommen und bin dann zufällig auf Kratom gestoßen. Direkt ein bischen was bestellt und 7g „Thai Maeng Da - Thai Pimps Green“ (werde ich wohl nie vergessen) genommen, ohne viel Erwartung.
Die Wirkung war dann plötzlich so warm und intensiv, dass mir beinahe der Hals wehtat vor Euphorie. Ich war auch richtig am Nodden und fand es wesentlich schöner als Tilidin.
Da ich Kratom damals massiv unterschätzt hatte, dachte ich mir in dem Moment “Alter! Dieses Gefühl wirst du ab jetzt sehr oft haben!“ - daran erinner ich mich noch gut…


Körperliche Anhängigkeit

Nach meinem ersten Liebeskummer mit 20 war mir dann auch das Wissen der körperlichen Abhängigkeit von Kratom egal, weil ich mit meinen negativen Emotionen - besonders in Bezug auf Liebe - schlecht klarkomme. Von da an war ich abhängig von Kratom, dachte mir aber immer den selben Gedanken:
„Ich dosiere mich einfach langsam runter, dann hab ich keinen Entzug, also alles easy. Aber heute noch nicht und nächste Woche ist der wichtige Termin X, da muss ich gut funktionieren also danach irgendwann…“

Ich hatte dann eine Ausbildung begonnen und durchgehend Kratom genommen. Immer in Kapseln gestopft und dann auf der Arbeit jeweils 2x 3g und Abends 7g genommen. Ich bin so klargekommen was den antidepressiven Teil und die körperliche Abhängigkeit anging, allerdings hat meine Angststörung mich extrem belastet.
Ich musste jeden Tag mit Zug und Straßenbahn fahren. Eine volle Bahn ist mein Alptraum - ich habe immer Schweißausbrüche bekommen als hätte ich frisch geduscht, dazu gezittert wie Sau.

Mit 21 habe ich dann meine erste Freundin kennengelernt und mich das erste richtig Mal verliebt. Leider war ich auf Kratom und habe immer, wenn ich bei ihr zu Besuch war (sie hat 5h entfernt gewohnt) vorher Kratom-Kapseln stopfen müssen. Sie wusste nichts davon und weil ich so niedrig dosiert war, fiel nichts auf.


Research Chemicals

Mit 22-23 war ich dann noch in der Ausbildung und in der Berufsschule. Bei meiner ersten Präsentation in der Berufsschule hatte ich vor der ganzen Klasse vorn an der Tafel eine extrem schlimme Panikattacke: Tunnelblick, Hals zugeschnürrt, Mundtrockenheit, Schweißausbruch, Zittern und ich habe nurnoch wirres Zeug erzählt. Diese Erfahrung hat mich in gewisser Weise traumatisiert.
Ich bin dann auf die RC-Szene aufmerksam geworden und habe Rilmazafone/Rilmazolam (Benzodiazepin) und O-DSMT/O-Desmethyltramadol (Opioid) für mich entdeckt.
Danach war ich in der Berufsschule bei jeder Präsentation auf hohen Mengen Benzos (meistens Rilmazolam) und dazu entweder Kratom oder mit der Zeit immer häufiger O-DSMT und wurde von Lehrern für mein selbstbewusstes und sympathisches Auftreten gelobt. Das ist natürlich nicht so gut wenn man Anerkennung dafür bekommt, wie diese Drogen einen zu dem Menschen machen, der man immer sein wollte…

Mit 23 habe ich die Ausbildung erfolgreich absolviert, wobei ich Nächte durchgelernt habe auf 4F-MPH (ein Ritalin-Derivat).
Die Kombination aus Benzos, Opioiden und Uppern haben mich nach und nach in einen manischen Zustand befördert.
Alles, was mich interessiert hat, waren Drogen.
Ich hatte den Bezug zu meinem ursprünglichen Wunsch, ohne Angst sozial zu funktionieren und nicht immer introvertiert allen Menschen aus dem Weg zu gehen, total verloren.
Wenn etwas geplant war, wo ich sonst totale Panik hätte weil viele Menschen dabei waren, nahm ich nicht mehr nur die geringst nötige Dosis Benzos die mir helfen würde
(zB 1mg Lorazepam), sondern dachte, damit ich es richtig hinbekomme auf Nummer Sicher gehen zu müssen und nahm dann eher etwas an die ca 6-10mg! Dazu dann noch Amphetamine, 4F-MPH, teilweise Kokain und (wie immer, wegen Abhängigkeit) Opioide. Zu der Zeit habe ich von niederpotenten Opis nichts mehr gemerkt. Kratom gab mir nurnoch Schwindel und Übelkeit wegen der hohen Dosis und Toleranz. Also war ich komplett auf O-DSMT. Ich finde, dass das O-DSMT allein schon leicht wie ein Benzo gewirkt hat, weil es mich total enthemmt hat. Das O-DSMT habe ich dann auch häufiger rektal konsumiert, was ein schneller, warmer Rush war und ich sogar unterwegs wenn ich mit meiner Ex im Kino war, vorher auf dem Klo einen Druck gegeben hatte. Teilweise auch Speedballs indem ich O-DSMT und 4F-MPH gemischt in einer Lösung rektal gedrückt hab - das war wahnsinnig geil.


Der Untergang

Nach der Ausbildung habe ich keine Arbeit gefunden und meine Ex-Freundin hat mit mir gelebt zu der Zeit. Bei Vorstellungsgesprächen und Probetagen dachte ich, dass ich am besten rüberkomme, wenn ich Benzos gegen meine Ängste und Upper zum Fokus, Reden und Wachheit nehmen würde - was ich auch tat.
Warscheinlich hat man mir das angesehen, weil ich auch immer am Schwitzen war wegen der Opioide und ich warscheinlich deshalb keinen Job bekam.

Ich habe dann alles Geld ausgegeben, um O-DSMT zu finanzieren, da ich meinen ersten kalten Entzug hatte, nachdem es leergegangen war - das war unbeschreiblicher, grauenvoller Horror und Todeswunsch. Ich habe sogar meinen Eltern Geld geklaut und sehr viele teure Markenkleidung, Yu-Gi-Oh!-Karten und Schmuck von mir verkauft um es zu finanzieren.

Gegen 2023 war ich dann mit einem guten Freund, der mir ein paar weitere „Freunden“, vorgestellt hat, die schon voll auf Alprazolam, Clonazepam und Oxycodon unterwegs waren.
Ich hatte sowieso keine Hemmung mehr was das Thema anging und nahm auch das Oxycodon. Das hat mich garnicht so besonders geflasht muss ich sagen, da fand ich das O-DSMT sogar geiler.


Heroin

An einem Abend waren mein Kollege und ich dann bei den selben Leuten, von denen 2 losgingen um wie vereinbart Oxycodon zu holen. Ich war wie gesagt opioidabhängig und deshalb auf die Oxys angewiesen. Als sie wiederkamen meinten sie schon ,,Wir haben keine Oxys bekommen, aber hier ist Heroin das ist gutes“. Auf den Glastisch hatten sie dann einige Bubbles mit beigen Pulver geworfen.
Mein Kollege und ich haben ihm dann irgendwas zwischen 25-30€ gegeben und einen Bubble bekommen. Mein Kollege war nicht abhängig.

Ich habe dann als erstes versucht, ein Blech zu rauchen, was aber nicht so gut geklappt hat und dann den restlichen Abend nurnoch nasal konsumiert. Das Zeug war richtig stark, sodass ich irgendwann mit verdrehten Augen auf dem Sofa lag, am Nodden und merkte, wie langsam ich atmete.

Danach hatte ich häufiger Kontakt mit dem Gastgeber von jenem Abend, der Alles! bekommen konnte, was aus der Apotheke oder dem Krankenhaus kam.
Ich habe dann oft mit ihm rumgehangen, weil wir beide einfach Junkies (sorry) waren und sammelte dann Erfahrung mit Morphin-Tropfen und Morphin-Tabletten (uA auch rektal), Oxycodon 80mg (oral, nasal und auch auf Blech geraucht), alle möglichen Benzos (Rivotril, Valium,…), Pregabalin (Lyrica), Ritalin, Methadon, Subutex nasal und sogar Fentanyl. Natürlich habe ich mit ihm dann auch noch viel öfter Heroin genommen und gelernt Blech zu rauchen.


Nitazene: Mein Ende

Ende 2023 kam dann bei meinem Vendor, bei dem ich Rilmazolam und O-DSMT bestellt hatte was neues raus: Etomethazene - ein Opioid aus der Gruppe der Nitazene, das doppelt so stark/potent wie Fentanyl ist.
Der Vendor hat mir ungefragt ein Sample mit einer meiner Bestellungen mitgeschickt. Das Zeug gab es als Liquid für E-Vapes. Ich hab mir eine billige E-Vape geholt und es probiert. Wow!
Ich muss sagen, ich erinner mich kaum an die Wirkung. Ich war einfach in einem komplett sorgenfreien Zustand, übertrieben dicht und direkt am nodden.
Ich hab mir direkt eine große Menge bestellt und es konsumiert. Das Zeug wirkt aber nur 1-1,5h und durch die Toleranz von dem potenten Zeug habe ich von keinem anderen Opioid mehr was gemerkt. Ich konnte an einem Abend mal 1,5 Gramm von wirklich gutem Heroin ganz alleine konsumieren und war noch mit offenen Augen am rumlaufen.

Das Schlimme war, dass ich Nachts jede einzelne Stunde mit einem vollkommenen Entzug aufgewacht bin und erst nach ein paar Zügen meiner Vape wieder pennen konnte. Das Zeug war verdammt teuer und ich habe mich stark verschuldet zu der Zeit. Jeden Job verloren weil ich nur wochenlang krankgeschrieben war (Entzüge) oder auf der Arbeit weggepennt bin (Nodden).

Ich war regelmäßig in der Notaufnahme, weil meine Eltern, meine damalige Freundin oder Freunde mich bewusstlos irgendwo liegend gefunden haben mit blauen Lippen. Dass ich das Jahr 2024 überlebt habe kann nur Glück sein.

Es kam dann noch F-Etonitazepyne raus, was ebenso ein Nitazene war, ich glaube sogar nochmal potenter.
Ich rauchte überall - im Zug während längerer Fahrten, auf der Arbeit (weshalb ich nie länger als 2 Monate einen Job halten konnte), auf Familientreffen im Restaurant (alle 40 Minuten aufs Klo zum Vapen) und im Kino.


Beziehung zerstört

Ich hatte durch die Opioide natürlich absolut keine Libido mehr. Ich hatte teilweise 2h Sex ohne dass ich gekommen bin, das war einfach nicht möglich. Einmal, als meine Ex mich geritten hat, bin ich dabei eingeschlafen. Ich konnte auch nichts mehr mit ihr unternehmen, nicht auf Dates gehe und ihr nichtmal Blumen schenken, da ich mit meinem Konto im Minus war und all mein Geld in Opioide gesteckt habe um nicht entzügig zu werden.
Meine Ex war Asiatin und ist schließlich für den Sommer 2024 in ihre Heimat zurück und wollte, dass ich clean werde, damit sie dann zurückkommen würde. Wenn ich ihr geschrieben habe, konnte man meine Nachrichten kaum entziffern und wenn wir telefoniert hatten, bin ich immer eingepennt.
Sie hat dann schließlich per Text Schluss gemacht, nach fast 5 Jahren Beziehung (was ich ihr nicht im Geringsten übel nehme).


Crack & Heroin auf der Straße

Dieser Verlust hat mich zerstört und ich habe mich einfach nurnoch so zugedröhnt, dass ich nichts mehr spüren konnte.
An meinem Tiefpunkt nach der Trennung bin ich nach der Arbeit zum Hauptbahnhof meiner Stadt gefahren, habe dort ein paar Leute angesprochen und bin dann mit einem Typen in meinem Alter den ganzen Abend durch die Stadt gezogen, habe das erste Mal Crack geraucht und ein Blech Heroin nach dem anderen.
Nach 2-3 weiteren Überdosen und Aufenthalten in der Notaufnahme habe ich mich selbst dann in einer Klinik für einen stationären Aufenthalt angemeldet - mit einer Wartezeit von 9 Wochen.


Schlimmster Entzug

Während dieser Zeit hatte ich den schlimmsten Entzug meines Lebens, der mich bis heute traumatisiert hat. Ich hatte eine unglaubliche Toleranz zu Opioiden (habe von 80mg Oxycodon entretardiert oral garnichts gemerkt) und war voll auf Nitazenen, habe täglich äquivalent noch ungefähr 7,5mg Lorazepam genommen (Rilmazolam).
Vom Arzt gegen Depressionen habe ich Bupropion verschrieben bekommen und täglich 300mg genommen, die ich immer zerbissen habe, weil ich irgendeine Art von Euphorie spüren wollte. Außerdem habe ich Pregabalin verschrieben bekommen, wegen meiner Angststörung und RLS, allerdings nur 150mg/Tag, was mir nicht geholfen hat.

Durch den kalten Entzug von so wahnsinnig hochpotenten Opioiden und Benzodiazepinen habe ich 1 Woche nichts gegessen, Wasser trinken tat im Hals weh weil ich am ganzen Körper so empfindlich war und konnte nicht schlafen - ab Tag 3 immer wieder vor Erschöpfung für 30-40 Minuten eingedöst und die verstörendsten Träume/Visionen gehabt.
Das Bupropion hat sicher auch noch dazu beigetragen.


Mexikanisches Kartell

Ich war zu einem Punkt dann so psychotisch, dass ich überzeugt war, dass das mexikanische Kartell meine Augen gechipped hätten und so alles sehen und hören konnten, was ich mache. Sie zwangen mich dann dazu, für sie Drogen herzustellen, da sie sonst meine ganze Familie töten würden - ebenso falls ich jemandem etwas davon verraten würde.
Erst sollte ich Codein-Hustensyrup herstellen, was ich sogar wirklich konnte damals.

Als ich dann befördert wurde, musste ich MDMA-Kristalle synthetisieren und wenn die Kristalle unter einem gewissen Prozent der Qualität lagen, wurde ich gefoltert.
Da ich von der MDMA-Synthese natürlich keine Ahnung hatte, wurde ich in beide Seiten durch meine Rippen mit den, von mir produzierten, minderwertigen MDMA-Kristallen zerstochen.

Zu meiner Aufsicht vom Kartell gehörte auch eine Frau, die aussah wie aus einem Bordell und mich zur Demütigung, wenn ich etwas falsches gesagt hatte, mich zwang mich auf den Boden zu legen und mir ins Gesicht gepisst und gekackt hat!
Ich habe in der Hinsicht keinen Fetisch, deshalb war das noch verstörender als von MDMA-Kristallen abgestochen zu werden. :weiner: :kotz:
Als Bestrafung hat mich das Kartell mehrfach versucht zu töten, indem sie mir den Hals aufgeschnitten haben. Ich habe dann gesehen, wie das Bild langsam schwarz wurde wie bei einem Filmabspann. Dazu kam dann ein Cartoon-Charakter, der gewunken hat und als es kurz davor war, komplett Schwarzbild zu werden, habe ich ein Piepen gehört wie von einem Vietalzeichenmonitor. Dann habe ich die Kartellbosse und die ekelhafte Pipi-/Kacka-Dame gesehen die auf mich runtergeguckt haben und sagten “Du denkst doch nicht, dass wir dich schon gehen lassen?“ Das ist mehrfach passiert.
In Wahrheit lag ich die meiste Zeit nur im Bett, es war kein Traum aber ich war keine Gefahr für meine Umwelt und bin nicht umhergeirrt. Das ganze ging ca 2 Tage bis ich von meinem Vater zu meinem Psychiater gebracht wurde.


The Walking Dead

Der Entzug ging insgesamt ungefähr 1 Woche in dermaßen hartem Ausmaß. Da ich während dem Entzug nur schweißgebadet im Bett lag, nichts gegessen habe, mit zum Wasser trinken quälen musste und erst auf Klo gegangen bin wenn mir die Blase richtig weh getan hat, habe ich auf Netflix zum ersten Mal die Serie The Walking Dead angefangen zu gucken. Beim Versuch der grauenhaften Realität zu entfliehen und da ich eh nicht schlafen konnte, lief die Serie durchgehend - eine Folge nach der anderen.
In meinem Kopf, auf Schlafentzug, Nitazene-Entzug, Benzo-Entzug und 300mg entretardiertem Bupropion auf leerem Magen war ich irgendwann sicher: Das was in der Serie passiert ist echt!
Ich war sicher, dass draußen Zombies rumlaufen und meine Hilfe benötigt wird, die Zombies zu töten. Ich war von der Arbeit krankgeschrieben aber wollte das Haus voll angezogen verlassen, irgendwann nachts.
Ich habe im Zusammenhang dazu noch viel mehr verrückte psychotische Visionen gehabt, zum Beispiel dass die gesamte Atmosphäre der Erde mit Etomethazene verpestet ist, dass sich wie ein Nebel langsam ausbreitet und alles, was in Kontakt kommt direkt stirbt und zu einem Zombie wurde.. :scared-eek: :teasing-wedgie:

Zum Glück haben meine Eltern es geschafft mich zu beruhigen und geschickt zu beweisen, dass das nur ein psychotischer Schub vom Entzug ist.
Ich bin den beiden unendlich dankbar und fühle mich unfassbar schlecht dafür, was sie wegen mir erleben mussten :crying-blue: :crying-green:

Eine Woche vor Therapiebeginn kamen dann jeweils 1 große Flasche Etomethazene und F-Etonitazepyne an, mit deren Hilfe ich nochmal zum Friseur gehen konnte vor der Therapie. Ich sah vorher aus wie Daryl Dixon aus The Walking Dead mit langen, fettigen Haaren.


Stationär in der Klinik - Part 1

In der Therapie habe ich für 1 Woche täglich 20mg Diazepam bekommen um vom Pregabalin wegzukommen. Dazu Abends zum Schlafen Promethazin. Das war alles an Medikation, da ich zwar Methadon angeboten bekommen hatte aber ich es durchziehen wollte und das damit verbundene Leiden mich zukünftig von einem Rückfall abhalten sollte.

Beim ersten Wochenende, dass ich nach Hause durfte (nach den ersten 2 Wochen auf Station) habe ich mein Zimmer aufgeräumt und hatte plötzlich wieder 2 große und fast komplett volle Flaschen jeweils Etomethazene und F-Etonitazepyne die ich beide ohne Problem in die Mülltonne geworfen habe.

Während einem späteren Wochenende zuhause, habe ich dann 200ug LSD genommen. Vorher hatte ich schon viel Erfahrung mit hochdosierten Pilzen, 2C-B und DMT - mehrmals bis zum Ego-Tod.
Das LSD sollte mir helfen, Zugang zu meinem inneren Kind zu erlangen, was ein Teil der Therapie war, bei dem ich nicht weiterkam. Es ging darum, meine verletzliche Seite selbst trösten zu können. Das LSD hat mir dahingehend tatsächlich einen Zugang gegeben, mich mein inneres Kind in Form von einem warmen, strahlenden und unschuldigen Energie-Licht zu sehen, was mir in der Therapie tatsächlich geholfen hatte (trotzdem rate ich stark davon ab, sowas auf eigene Faust zu versuchen, ich hatte auch Glück, dass meine UK negativ war).


Kompensieren durch Sex

Nach dem Klinikaufenthalt von ca 3 Monaten zog ich dann mit einem Freund zusammen, der zu dieser Zeit ebenfalls durch eine Trennung mit seiner Ex-Freundin ging.
Wir hatten also beide Liebeskummer zu kompensieren und hatten wöchentlich jeder bis zu 2 Dates mit verschiedenen Frauen.
Das war leider Gift für meine Seele, da ich nicht auf der Suche nach stumpfem Sex war, sondern mich nach der Geborgenheit sehnte, die mir durch die Trennung von meiner Ex-Freundin und durch die Trennung von den Opioiden fehlte.

Ich bin ein Beziehungstyp und Romantiker, daher taten mir die ONS sehr schlecht und ich fing an, mit meinem Mitbewohner wieder regelmäßig Benzos zu nehmen und wir gingen 1-2 Mal pro Woche auf Techno-Partys und nahmen zu der Zeit sehr oft sehr hochdosiert LSD und MDMA - auch im Mischkonsum (Candyflip).
Mit meiner Ex hatte ich schon oft Sex auf mehreren verschiedenen Drogen, der beste Drogensex den ich bis dahin hatte war aber auf MDMA. Wenn man sich auch ohne Drogen liebt und dann Sex auf MDMA hat fühlt sich jede Berührung von Haut zu Haut schon an wie ein Orgasmus :romance-inlove: :romance-cloud9: Zu dieser Zeit hatte ich dann aber das erste Mal Sex auf LSD, was wirklich der Wahnsinn war (leider hatte ich für die Frau überhaupt nichts empfunden), dennoch sehr intensiv. Leider war ich zu dem Zeitpunkt auch auf Benzos ohne Ende :scared-shocked:


Rückfall

Weil sich meine soziale Angststörung mit Schweißattacken wieder angesiedelt hatte und ich teilweise so depressiv war, dass ich mein Bett außer zum Klogang nicht verlassen hatte, kamen auch relativ schnell wieder Opioide in mein Leben zurück.

An einem Abend saß ich mit meinem Mitbewohner scheinbar in der Küche, wir waren beide auf LSD, als ich plötzlich zusammengebrochen bin, mit Schaum aus dem Mund und einer Überdosis von Opioiden (ich erinnere mich nicht genau welches es war, ich glaube es muss Heroin gewesen sein).

Danach hatten wir uns zerstritten und ich bin zeitweise wieder bei meinen Eltern eingezogen. Wegen extremer Schlafstörungen durch endloses Überdenken, Angst, Panik und Depressionen bekam ich dann Zolpidem vom Arzt verschrieben.
Was genau passiert ist, weiß ich nicht aber ich wurde im Krankenhaus wach und von dem Blister Zolpidem 10mg waren nurnoch 2 Tabletten übrig und in meinem Zimmer fand mein Vater ein Stück angekohlte Alufolie.


Stationär in der Klinik - Part 2

Obwohl ich versicherte, dass es kein Suizidversuch war, sondern wohl einfach ein Kontrollverlust, sollte dennoch wieder 1,5 Monate in stationärer Therapie bleiben, bis ich wegen 2 Rückfällen entlassen wurde, da ich Schlafmohntee in der Klinik getrunken hatte.


Ende(?)

Nach der Entlassung ging es ca ein halbes Jahr so weiter, dass ich inoffiziell als Tätowierer arbeitete und durchgehend auf Schlafmohntee war. Ich hatte immernoch Schweißausbrüche in öffentlichen Bussen, Bahnen und Zügen und extreme soziale Ängste, nahm aber keine Benzos mehr und außer Schlafmohntee und Kiff auch sonst nichts - außer einem einzigen Mal, als ich eine geringe Menge O-DSMT und Methiodone bestellt hatte, kurz vor dem Verbot, um es ein letztes Mal rektal zu probieren. Die Wirkung vom O-DSMT rektal war super enttäuschend, das Methiodone hatte eine leicht euphorische Startwirkung, wurde dann aber auch zur puren Sedierung.

Ich habe danach einen Job angefangen, in dem ich täglich mit mindestens 50 verschiedenen Menschen sprechen musste (Vertrieb), was eine riesige Überwindung war, doch tatsächlich war ich sehr erfolgreich in dem Job und meine soziale Angst ist nahezu vollkommen verschwunden. In überfüllten Straßenbahnen und Bussen schwitze ich immernoch und fühle mich unwohl aber sonst geht es mir richtig gut.

Medikamente nehme ich garkeine mehr, außer Kiff, was für mich als Schlafmittel so gut funktioniert, dass ich kein Promethazin, Zopiclon oÄ mehr brauche.

Ich habe beruflich Erfolg, habe eine neue wunderschöne Freundin, meine besten Freunde stehen nach all der Scheiße noch hinter mir und ich habe eine Routine zur Körperpflege und Spaß daran mich selbst zu optimieren - bspw Sport oder Tattoos als neue Drogen, um Adrenalin, Dopamin und Endorphine zu entzünden!

Wenn ich das geschafft habe, dann kann jeder das schaffen ohne Scheiß! :hug::angelic-innocent: :animals-bunnywhite: :angelic-halofell:
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KingJulien
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Re: Die Geschichte von Horror

Beitrag von KingJulien »

Spannende Geschichte- der Verlauf kommt mir auch sehr typisch vor. Eine weiter Sache die mir typisch vor kommt: du sagst, du hast es endlich geschafft, aber postest im AWSIG-Thread die letzten Tage täglich, deinen ziemlich extremen Konsum. Darunter benzos, opis, pep und alk im Mischkonsum.

Du stellst das so dar, als wärst du jetzt clean, während du extrem am konsumieren bist. Ich denke das weißt du selber, ich wollte dich nur mal drauf aufmerksam machen.
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Re: Die Geschichte von Horror

Beitrag von Horror »

KingJulien hat geschrieben: 29.09.2026 - 06:16 Spannende Geschichte- der Verlauf kommt mir auch sehr typisch vor. Eine weiter Sache die mir typisch vor kommt: du sagst, du hast es endlich geschafft, aber postest im AWSIG-Thread die letzten Tage täglich, deinen ziemlich extremen Konsum. Darunter benzos, opis, pep und alk im Mischkonsum.

Du stellst das so dar, als wärst du jetzt clean, während du extrem am konsumieren bist. Ich denke das weißt du selber, ich wollte dich nur mal drauf aufmerksam machen.
Danke! :greetings-clapyellow:

Dass meine aktuellen Posts im AWSIG-Thread hier ein kleiner Widerspruch sind, ist mir klar :happy-jumpyellow:
Es geht mir mit der Geschichte aber hauptsächlich darum, dass es eine abschreckende Wirkung haben soll - besonders auf die Opioid-Neugierigen, die Naivlinge (so einer war ich damals) und Opioidkonsumenten, die noch nicht ganz so tief in der Scheiße stecken. :prediger: :eusa-naughty:

Wie man in meiner Geschichte liest, war ich auf einem sehr harten, gefährlichen Level der Abhängigkeit, wobei meine Krux immer die Opioide waren. :tilt:
Als ich noch stark unter einer Angststörung, Panikattacken und einer ekligen Sozialphobie gelitten habe, durch die ich das Haus kaum verlassen konnte, waren Benzos auch ein regelmäßiger Begleiter für mich. :spinn:

Mit den Benzos konnte ich - ähnlich wie viele Leute es mit Kiff schaffen - einfach aufhören, solange ich körperlich nicht abhängig war. :eusa-pray:
Bis ich vor kurzer Zeit das neue Alpravalzafone getestet habe, war ich problemlos und ohne Craving clean von Benzos für über 1 Jahr :bow-yellow:
Die Alpravalzafone Pellets sind auch leer mittlerweile.
Dabei gebe ich allerdings zu, dass ich mir eine kleine Menge nachbestellt habe, um zum Bedarf etwas effektives zur Beruhigung da habe. Einen Rausch habe ich von fast keinem Benzo - außer von echtem Alprazolam, Clonazepam und Rilmazolam (wie ich das Rilma vermisse… :crying-blue:).

Als Mittel gegen belastende Angst- und Stressmomente sind Benzos aber unersetzbar. So ist von meiner früheren, enorm belastenden (Sozialen-)Angststörung eigentlich nichts mehr übrig, außer teils heftigen Schweißausbrüchen in vollen Straßenbahnen, aufgrund der vielen Menschen, wodurch ich ein Gefühl bekomme, von allen beobachtet und abstoßend bewertet zu werden.

Von Opioiden bin ich weitestgehend weg.
Ich habe mir kürzlich zwar einmalig 10 Pellets à 5mg vom neuen RC-Opioid N-Phenetyl-Noroxymorphon besorgt, welches sich aber gefährlich geil anfühlt und daraufhin die restlichen 4-5 Pellets entsorgt habe :sansgriest:

Ich habe mein Leben endlich wieder (zu ~80%) im Griff.
Allerdings lässt ein bestimmter Grund in meiner aktuellen Lebenslage noch nicht zu, dass ich einen dauerhaften Abschied von Opis nehmen kann.
Aus dem Grund trinke ich gelegentlich (mal mehr, mal weniger) einen Schlafmohntee. Dabei dosiere ich aber gerade so niedrig wie möglich, um die nötige antidepressive Wirkung zu erreichen - kein Nodden.

Beim Schlafmohntee schaffe ich es jetzt schon seit ner ganzen Weile, genügend Abstände einzuhalten, damit ich körperlich nicht abhängig werde. Falls ich dann doch mal ein paar Tage zu viel am Stück konsumiert habe, dosiere ich mich sanft runter, was bei meiner niedrigen Dosis/Toleranz nicht lange dauert.
Außerdem ist Kiffi für mich ein Wundermittel gegen Opi-Craving und hilft mir bei meinen Schlafstörungen besser als Zolpidem, Zopiclon oder Promethazin, für die ich mir mit einem kurzen Besuch bei meinem Psychiater sofort ein Rezept abholen könnte.

Ohne den Tee würde ich es, wegen meiner derzeit teils sehr anstrengenden Lebensumstände, noch nicht schaffen, komplett opioidfrei zu leben. Das Risiko wäre zu hoch, dass ich mir im Affekt ein leicht verfügbares, wesentlich unberechenbareres und kaum kontrollierbares Opioid, wie beispielsweise 7-OH, N-Phenetyl-Noroxymorphon oder Heroin (was in meiner Stadt fast ausschließlich mit Fentanyl gestreckt ist) besorgen würde - zudem habe ich all meine Kontakte und Quellen für Pharma-Opis schon lange gekappt.

Hoffe das macht den Kontext rund um die Geschichte jetzt klar.
Ich wollte mit der Story aufzeigen, wie normal der Opioidkonsum in so jungem Alter war - oder immernoch ist(?) - und dass der Lean-Trend einfach richtig dumm war/ist und einen sehr schnell, sehr tief abstürzen lassen kann.

Das beste Beispiel ist ein Freund von früher, mit dem ich mich gemeinsam für US-Rap während der Soundcloud-Era begeistert habe. Er war selber ein kleinerer Produzent, aber trotzdem mit guten Connections zu ein paar Underground-Rappern. Dadurch konnte er aus den US die originalen Hustensäfte (Codein/Promethazin) bekommen (Actavis, Wockhardt, Qualitest) und auch originale Xanax-Bars. Wir haben uns zu der Zeit so heftig gefeiert :flags-usa: :violence-guntoting:

Nur ein paar Jahren später ist besagter Freund auf Heroin (iv) gekommen, ist auf der Straße gelandet, hat sich Koka/Hero-Speedballs und Fentanyl bedrückt, Crack geraucht und war in der Beschaffungskriminalität. Jetzt ist er bei seinen damaligen Lieblings-Rappern (Juice WRLD, Lil Peep,…) :angelic-yellow: :crying-yellow:
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Tristesse
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Re: Die Geschichte von Horror

Beitrag von Tristesse »

Vielen Dank für das Teilen deiner Geschichte!

Ich habe vieles deines Werdeganges mitbekommen, aber wie tief der Abgrund gegen Ende wirklich ging, war mir nicht bekannt. Zum Glück lebst du noch und hast Eltern die für dich da sind :hug:

Viele deiner Posts haben mich an mich selbst erinnert und ich habe schon früh befürchtet, als du noch "nur" auf Kratom warst, dass das keine gute Entwicklung nehmen wird.

Als kleine Anregung in der Hoffnung dir damit nicht zu nahe zu treten. Teilweise wirkt es auf mich so als würde dir die Sucht etwas vormachen, obwohl du sonst ein reflektierter Mensch zu sein scheinst.

Ich habe mir nachdem ich nicht mehr auf Morphium und Tabletten war auch eingeredet, dass ich jetzt clean bin, habe mich aber währenddessen regelmäßig bescheuert gesoffen und durch die Enthemmung beziehungsweise die miesen Nebenwirkungen von Alkohol, war der Konsum anderer Sachen irgendwann auch nicht mehr weit entfernt.

Man bleibt süchtig, die Frage ist nur nach was.

Mir hat es sehr geholfen Dinge zu finden, die mir mehr geben als die Drogen und dann ist es auf einmal gar nicht mehr so schlimm, wenn man sich unter Menschen meistens nicht wohl fühlt und man versucht es nicht mehr zu erzwingen, weil es einem auch alleine sehr gut geht.

Auch bei mir kommen noch Abstürze vor, aber der Gegenpol um nicht mehr völlig in der Negativität zu versinken ist da.

Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und vergiss nie - du bist gut so wie du bist auch ohne Substanzen :hug:
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Re: Die Geschichte von Horror

Beitrag von Sanzaru »

Interessante und intensive Geschichte, danke fürs Teilen Horror!

Mich würde interessieren wie deine Langzeitstrategie ab jetzt aussieht? Es ist gut, dass du nicht mehr so intensiv konsumierst dass du im Krankenhaus landest oder beinahe den Rosen von unten beim Wachsen zuschaust. Aber wenn ich mir deine Posts so anschaue, dann sehe ich immer noch starken Konsum.. Da frage ich mich schon, wie du es langfristig siehst? Bist du in Therapie wegen den Dingen, weswegen du konsumierst, oder bist du auf einer Warteliste? Denn ich habe das Gefühl, dass es nicht viel benötigen würde und es eskaliert wieder wie zu den Zeiten, die du hier beschrieben hast.

Liebe Grüsse

Edit: Du schreibst, du bist wegen diesem Forum zu den hochpotenten RC-Opioiden gekommen. Mich würde daher deine Einschätzung interessieren, ob das Forum für dich unter dem Strich mehr negatives oder positives über dein Leben gebracht hat.
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Re: Die Geschichte von Horror

Beitrag von Elara »

Horror hat geschrieben: 28.09.2026 - 19:52 Ich bin dann auf die RC-Szene aufmerksam geworden und habe Rilmazafone/Rilmazolam (Benzodiazepin) und O-DSMT/O-Desmethyltramadol (Opioid) für mich entdeckt.

[...]

Ende 2023 kam dann bei meinem Vendor, bei dem ich Rilmazolam und O-DSMT bestellt hatte was neues raus: Etomethazene - ein Opioid aus der Gruppe der Nitazene, das doppelt so stark/potent wie Fentanyl ist.
Der Vendor hat mir ungefragt ein Sample mit einer meiner Bestellungen mitgeschickt.
Sanzaru hat geschrieben: 01.10.2026 - 10:45 Edit: Du schreibst, du bist wegen diesem Forum zu den hochpotenten RC-Opioiden gekommen. Mich würde daher deine Einschätzung interessieren, ob das Forum für dich unter dem Strich mehr negatives oder positives über dein Leben gebracht hat.
Habe ich abgesehen von den oben zitierten Stellen noch was überlesen oder woher beziehst du diese Info? Zugegeben, ich bin auch hauptsächlich durch dieses Forum auf die RC-Szene aufmerksam geworden (dennoch geht die ja übers Forum hinaus) und das ist keine einfache Frage, über die ich wohl auch länger nachdenken könnte...
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Sanzaru
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Re: Die Geschichte von Horror

Beitrag von Sanzaru »

Er schrieb es in einem anderen Beitrag.
viewtopic.php?p=2430246#p2430246
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Horror
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Re: Die Geschichte von Horror

Beitrag von Horror »

@Tristesse @Sanzaru

Danke erstmal dass ihr beiden euch die Zeit genommen habt, die Story zu lesen! :ok:

Antworte euch einfach gleichzeitig, passt ja von den Fragen.

Also dass ich - solange ich überhaupt Opis nehme - niemals die Kontrolle haben werde, ist mir bewusst. Ich habe am Konsum auch absolut keinen Spaß mehr.

Es geht um meine aktuelle Wohnsituation, da mich hier alles täglich an meine harte Konsumzeit erinnert.
Entweder war ich hier richtig zugeballert und habe mich wie ein Gott gefühlt oder ich war auf qualvollen Entzügen, die mich teilweise richtig traumatisiert haben (wie die Kartell- oder Zombie-Entzüge oben in der Story).
Aber auch generell bin ich hier für einige Jahre jeden Tag entzügig aufgewacht in dem selben Zimmer und Bett, wo ich immernoch schlafe. Dadurch habe ich ab und zu direkt nachdem ich aufwache eine Panikattacke und fühle mich (psychosomatisch bedingt) sogar wirklich leicht entzügig für 1-2 Minuten, weil ich es jahrelang gewohnt war entzügig aufzuwachen. Dann bekomme ich direkt den Gedanken Scheiße, ich muss direkt was nehmen wo ist mein Zeug, sonst bricht gleich die Hölle aus. Danach bin ich dann immer für ne Stunde richtig erschöpft.
Auch einzelne Geräusche oder Gerüche, die ich auf den schlimmsten Entzügen gehört/gerochen habe, lösen teilweise ein Unbehagen aus und sobald ich leichten Kaltschweiß bekomme denke ich auch direkt der Entzug würde starten.

Ich ziehe jetzt aber sehr bald um, andere Gegend, da ich auch draußen alles mit Konsum verbinde und fast täglich die DHL-Packstation sehe, zu der ich sehr sehr oft entweder richtig euphorisch vor Vorfreude hingelaufen bin oder mich schwer entzügig hingequält habe, um eine Bestellung abzuholen.

Wenn ich dann auch näher an all meinen Freunden wohne bin ich auch nicht mehr so einsam wie hier. Also hier ist es echt nicht möglich aktuell komplett Opi-clean zu sein.
Ohne den gelegentlichen Schlafmohntee wäre das Risiko sehr hoch, dass ich bei einem totalen emotionalen Einbruch ein leicht und schnell beschaffbares Opi wie Heroin oder auch irgendwelche Substis wie Subutex oder Methadon, die am Hauptbahnhof vertickt werden, besorgen würde.

Das alles ist auch der selbe Grund, warum ich hier öfter geschrieben habe, dass ich Alkohol getrunken habe. Ich hasse den Rausch von Alk eigentlich aber nüchtern ist es hier unglaublich anstrengend.

Also - ich habe große Hoffnung und ein gutes Gefühl, dass ich es schaffe opioidfrei zu Leben, sobald ich bald hier weg bin, da auch ein guter Freund um die Ecke wohnt, der meine Situation kennt und wo ich in schweren Zeiten vorbeikommen kann :bow-blue:

Nochmal zu deiner Frage wegen RCs im Forum @Sanzaru
Ich muss leider sagen, dass das Forum mich erst dazu gebracht hat. Ich habe hier hauptsächlich den AWSIG-Thread verfolgt, weil der bei den aktiven Themen eine Zeit lang fast immer ganz oben war. Bin hier erstmals daraus gestoßen, dass es legale Drogen gibt, die man direkt nach Hause bestellen kann.

Ich habe mir da jedem neuen Thread zu nem neuen RC durchgelesen und wenn dort schon jemand was positives zu geschrieben hatte, hab ich es bestellt.

So bin ich - als bereits durch Kratom ein riesen Fan von Opis und sowieso abhängig - auf O-DSMT gestoßen und es direkt bestellt. Nur um es einmal zu probieren. :hammer:

Das Zeug hat mich (wie oben in der Story zu lesen) total in den Abgrund gerissen. War dann nurnoch davon abhängig weil ich wirklich dieses Gefühl geliebt und gebraucht hatte, dann kamen auch schnell die ersten Horror-Entzüge und psychisch ging es mir schnell immer schlimmer.

Auch als dann Threads zu Rilmazafone (später Rilmazolam) kamen, habe ich auch für Benzos eine Dauerquelle gehabt und zeitweise immer mal abhängig von Benzos zu der Zeit - auf bis zu 60mg Rilmazolam am Tag - das waren glaub ich immer 2-4mg Pillen.
Das 4F-MPH hat mir auch richtig gut gefallen und da alles vom selben Vendor kam (auch das O-DSMT), hatte ich immer alles in einer Bestellung und fast immer alles gleichzeitig genommen.
Bin durch das Forum auch dazu gekommen erstmals rektal zu konsumieren und mir da auch öfter nen Speedball fürn Arsch gegeben, also O-DSMT mit 4F-MPH. Vermisse es teilweise, bin froh dass das alles nicht mehr verfügbar ist!

Und naja. Hab dann hier auch Tipps gelesen, beim Vendor mal nach Samples zu fragen und das dann beim Etomethazene getan, weil es hier gefeiert wurde aber mir die Potenz sogar damals noch etwas Angst gemacht hat.
Hatte keine Vape und hab das Eto erst versucht auf Alufolie zu verdampfen und dann per Nasenspray - das war geil.
Also direkt bestellt, die höchste Dosis pro Milliliter und größte Flasche auf Vorrat.

Die Flasche war natürlich nach knapp über ner Woche weg und dann haben keine anderen Opis mehr gewirkt - nichtmal ne 80er Oxy entretardiert in Kombi mit 300-400mg O-DSMT und ich konnte nach 1,5g Heroin, das bekannterweise mit Fentanyl gestreckt war und das ich über nur ein paar Stunden alleine geraucht/gezogen hatte immernoch rumlaufen ohne wegzunodden.

Wie es dann weiterging steht ja oben in der Story…

Also muss leider sagen - JA. :sad:
Ohne das Forum wäre ich da recht sicher nicht so reingerutscht, da ich sonst nichtmal auf Reddit unterwegs war. Ich gebe aber niemandem hier die Schuld. Als ich dann so hart drauf war und mich der ganze Mischkonsum und die Sucht so manisch gemacht haben, schrieb ich ja auch super viel im AWSIG-Thread und das war auch alles absolut KEIN Safer-Use!
Dafür schäme ich mich.
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Hyperion
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Re: Die Geschichte von Horror

Beitrag von Hyperion »

Glückwunsch, dass du es mit guter Einstellung und einem Körper der nicht zerstört ist aus der Sucht geschafft hast!

Was für Sport machst du? Spürst du beim Sport etwas von den Spuren die der Konsum hinterlassen hat?

Gibt es psychische Veränderungen die bis heute nie wieder weggingen nach dem Entzug?

Hast du das Gefühl, dass gewisse Entzugssymptome für immer da sind? Also wirklich akute
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RivellaLecker
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Re: Die Geschichte von Horror

Beitrag von RivellaLecker »

Hast du denn mal eine langfristige ambulante Verhaltenstherapie gegen die Angststörung gemacht? Das ist ja der wirksame Standard - und dabei muss man nüchtern sein, um etwas zu lernen.

Wenn ich es richtig verstanden habe, nimmst du immer noch Benzos gegen die Angst? Und parallel Schlafmohntee und ab und zu RCs aus dem Internet? Also meiner Meinung nach führt nichts an einer 0% Abstinenz von jeglichem Kram für dich vorbei. Was natürlich mit kompletter Lebensumstellung und langjähriger ambulanter Therapie einhergehen müsste. Du scheinst das Problem vor dir herzuschieben, wenn ich die Story richtig interpretiere.

Sorry für meine ehrliche Meinung, das ist nur gut gemeint. Aber vielen Dank für die spannende und persönliche Geschichte. Überschneidet sich ja auch viel mit den üblichen Stationen, die man bei vielen Leuten so hört.

LG
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Re: Die Geschichte von Horror

Beitrag von Horror »

Hyperion hat geschrieben: 01.10.2026 - 23:50 Glückwunsch, dass du es mit guter Einstellung und einem Körper der nicht zerstört ist aus der Sucht geschafft hast!

Was für Sport machst du? Spürst du beim Sport etwas von den Spuren die der Konsum hinterlassen hat?

Gibt es psychische Veränderungen die bis heute nie wieder weggingen nach dem Entzug?

Hast du das Gefühl, dass gewisse Entzugssymptome für immer da sind? Also wirklich akute
Da ich aktuell leider noch nicht komplett opioidfrei lebe, kann ich dir keine sonderlich ehrlichen Antworten geben.
Nur zu den Zeiten von etwa maximal 4 Monaten, die ich zuletzt geschafft hatte.

Kraftsport ist eines der besten Mittel als ehemalig Abhängiger. Genau wie bei Tattoos schüttet das Hirn Endorphine frei, die quasi das körpereigene Morphin sind.
Also Sport hilft enorm und baut dein Selbstwertgefühl gut wieder auf. Ich habe mich nach meiner aktuen Phase wie ein Haufen dreckiger Scheiße gefühlt, der nichts wert und von der Gesellschaft nur verachtenswert ist.

Ich habe oben schon irgendwo was von meinen Entzugs-Flashbacks geschrieben. Ich wache immer mal wieder morgens mit einer richtigen Panikattacke auf, weil ich jahrelang morgens immer völlig entzügig war, mein Körper auf Alarmbereitschaft und die Angst, dass ich schnell was nehmen muss damit ich nicht die Hölle durchleben muss. Durch Psychosomatik spüre ich dann teilweise für maximal 1-2 Minuten nen Entzug.
Aber echte Symptome habe ich aber nicht mehr. Kacken geht nach spätestens 1 Monat ohne Opis auch wieder ganz normal :obscene-smokingjoint:
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Re: Die Geschichte von Horror

Beitrag von Horror »

RivellaLecker hat geschrieben: 02.10.2026 - 14:43 Hast du denn mal eine langfristige ambulante Verhaltenstherapie gegen die Angststörung gemacht? Das ist ja der wirksame Standard - und dabei muss man nüchtern sein, um etwas zu lernen.

Wenn ich es richtig verstanden habe, nimmst du immer noch Benzos gegen die Angst? Und parallel Schlafmohntee und ab und zu RCs aus dem Internet? Also meiner Meinung nach führt nichts an einer 0% Abstinenz von jeglichem Kram für dich vorbei. Was natürlich mit kompletter Lebensumstellung und langjähriger ambulanter Therapie einhergehen müsste. Du scheinst das Problem vor dir herzuschieben, wenn ich die Story richtig interpretiere.

Sorry für meine ehrliche Meinung, das ist nur gut gemeint. Aber vielen Dank für die spannende und persönliche Geschichte. Überschneidet sich ja auch viel mit den üblichen Stationen, die man bei vielen Leuten so hört.

LG
Danke auch dir für deine ehrlichen Worte! :hug:

Also ich schreibe ja hier im Forum erst wieder nach ner langen Pause. Ich hab jetzt öfters das neue RC-Benzo genommen, davor aber mindestens 1,5 Jahre garkeine Benzos und meine sozialen Ängste sind weg! Das liegt daran, dass ich deswegen zwar einmal in Tagesklinik und zwei Male auf stationärer Therapie war - da aber hauptsächlich wegen meiner Opioidabhängigkeit, wo die Angst aber als einer der Schwerpunkte der Ursachen therapiert wurde. Therapie hat da leider in meinem Fall nichts gebracht - ich musste meinen Arsch zusammenkneifen und täglich mit sehr viele Leute in Kontakt kommen, dadurch ging das weg (war beruflich).

Der Grund, warum ich noch Schlafmohntee trinke steht ja auch alles oben drin. Liegt an meiner Wohnsituation, die macht es mir unmöglich und ich sehe in dem Tee das geringste Übel, was am leichtesten sanft abzudosieren ist.
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Re: Die Geschichte von Horror

Beitrag von Hyperion »

"
Mit 19 hatten meine Freunde und ich dann so ziemlich alles probiert, was man in unseren Kreisen kannte. Da wir alle große Fans von Amerikanischem-Rap waren, kannten wir alle die Begriffe wie Lean, Percocet oder Xanax und da die ganzen Rapper alle extrem beliebt und cool waren und mit viel Geld und Frauen gezeigt wurden, haben diese Drogen irgendwie edel gewirkt. Sozusagen waren Codein und Alprazolam die Modedrogen meiner damaligen Zeit, wie früher mal LSD bei den Hippies :character-oldtimer:
"

US- und Deutschrap ist ein grosser Faktor wieso der Konsum von Benzodiazepinen und Opioiden bei Jugendlichen massiv ansteigt.
"Xannies" "Percs" "Hulk Bars" etc. etc. etc. Percocet (Oxycodon + Paracetamol Gemisch nur in den USA erhältlich) wird als Synonym für Oxyocodon verwendet.
Jugendliche wollen nur Xanax und nur die 2mg Xanax Bars, alles andere würde nicht dem entsprechen was man in den Medien gesehen hat.

Deutschrap hat Tilidin sehr beliebt bei jungen Leuten gemacht.

Das Ausmass ist echt nicht zu unterschätzen und man sollte da klar in Schulen usw. mit Aufklärung zeigen dass die Xannies eben nicht so harmlos sind und die Percs.
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Re: Die Geschichte von Horror

Beitrag von Horror »

Hyperion hat geschrieben: 02.10.2026 - 15:44 "
Mit 19 hatten meine Freunde und ich dann so ziemlich alles probiert, was man in unseren Kreisen kannte. Da wir alle große Fans von Amerikanischem-Rap waren, kannten wir alle die Begriffe wie Lean, Percocet oder Xanax und da die ganzen Rapper alle extrem beliebt und cool waren und mit viel Geld und Frauen gezeigt wurden, haben diese Drogen irgendwie edel gewirkt. Sozusagen waren Codein und Alprazolam die Modedrogen meiner damaligen Zeit, wie früher mal LSD bei den Hippies :character-oldtimer:
"

US- und Deutschrap ist ein grosser Faktor wieso der Konsum von Benzodiazepinen und Opioiden bei Jugendlichen massiv ansteigt.
"Xannies" "Percs" "Hulk Bars" etc. etc. etc. Percocet (Oxycodon + Paracetamol Gemisch nur in den USA erhältlich) wird als Synonym für Oxyocodon verwendet.
Jugendliche wollen nur Xanax und nur die 2mg Xanax Bars, alles andere würde nicht dem entsprechen was man in den Medien gesehen hat.

Deutschrap hat Tilidin sehr beliebt bei jungen Leuten gemacht.

Das Ausmass ist echt nicht zu unterschätzen und man sollte da klar in Schulen usw. mit Aufklärung zeigen dass die Xannies eben nicht so harmlos sind und die Percs.
Absolut!

Das sieht man ja auch schon daran, dass genug Leute garnicht wissen, dass Codein oder Tilidin Opioide sind, genau wie Heroin.

Auch wie viel eine 80mg Oxycodon Tablette teilweise gekostet hat, war verrückt. Und auch diese Fake Hustensäfte in richtigen Braunglasflaschen mit Label, wie aus der Apotheke - nur dann statt Oxy oder Codein sind da irgendwelche RCs drin (früher oft O-DSMT und bestimmt auf Nitazene mittlerweile).

Wenn ich Kinder hätte, würde mir das Thema echt Angst machen. In dem Alter denkt man meistens einfach nicht weit und tiefgehend genug über die Folgen nach.
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Re: Die Geschichte von Horror

Beitrag von Sanzaru »

Hattest du während der Schulzeit irgendeine Form der Aufklärung erlebt?