Maxodeine hat geschrieben: 22.01.2026 - 18:03
Ich glaube, dass es individuell ist. Adhs‘ler beispielsweise funktionieren im Grunde auch nur mit Medikamenten bzw. Stimulanzien. Es gibt ebenso viele Menschen die Nikotin Koffein oder Alkohol täglich konsumieren. Ich finde persönlich, dass das Leben nicht daraus besteht, abstinent zu leben, sondern so gut wie möglich klarzukommen. Und bei mir, wie auch vielen Anderen, geht es mehr ums Überleben statt sein Leben durch Dinge in Punkten wie Abstinenz, Familie oder Karriere zu optimieren.
Klar ist es individuell, aber in der selben Zeile direkt danach alle in einen Topf geworfen. Ist dir schon klar, oder?
Bin laut Psychologin und drei Diagnosen welche mit 6 oder 7, so Anfang 20 und dann Anfang 30 bekommen habe. Meine Ausbildung und danach mein Abitur konnte ich auch ohne Medikamente absolvieren. Mein Studium habe ich wahrscheinlich unter anderem aufgrund von Autismus, weniger ADHS und zwischenmenschlichen Beziehungen welche bei mir zu schweren Depressionen geführt haben verschissen, jedoch nicht weil ich keine Medikamente dagegen eingenommen habe.
Es geht doch auch kein wenig darum, dass du abstinent leben solltest?
Täglicher Konsum von starken Stimulantien macht einen halt kaputt, weshalb es ratsam ist auch mal ein paar Tage oder besser einige Wochen ohne klar kommen zu können.
Wenn du mal ein paar Tage die Medikamente einnimmst, einfach um mal kurz die Motivation zu bekommen und dann damit voll durchstartest, dann wird sich jede/r hier für dich freuen. Das habe weder ich noch sonst wer hier abgestritten, dass dir dies möglicherweise helfen könnte. Die Motivation kommt trotzdem nicht ausschließlich von den Medikamenten, sondern diese sind nur Werkzeuge um deinen Fokus/deine Konzentration während der Wirkung zu steigern. Die Motivation muss von dir aus kommen.
ADHS-Medikamente haben definitiv ihre Daseinsberechtigung, aber darum ging es ja gar nicht, oder? Sondern darum, dass du deine Ausbildung finden willst und um diese dann zu absolvieren können die halt helfen. Steht ja außer Frage?
Die Frage ist eher folgende: Meinst du ein Leben mit einer Abhängigkeit von Stimulantien + Opioide packst du? Und falls ja, dann herzlichen Glückwunsch!
Ändert aber nichts daran, dass die meisten daran einfach abkacken und es noch viel übler mit dem Leben läuft als zuvor. Das ist ein trauriger Fakt, den du leider noch nicht verstehen kannst und scheinbar erst durch den Dreck musst, damit du das verstehen kannst.
Hoffentlich gehörst du zu den wenigen Menschen, denen es damit wohl besser geht und die es mit Opioiden + Stimulantien besser geht, dazu noch trotz polytoxikomanen Abhängigkeit alles packst was du willst! Wünsche ich dir vom Herzen...
